Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

COACHING4FUTURE geht an den Start

17.11.2008
Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat am 17. November ein innovatives Bildungsnetzwerk zur Sicherung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik an den Start gebracht. Mit Hilfe von Coaching-Teams und einer Internetplattform werden Schule, Hochschule und Wirtschaft zusammengebracht.

Der Mangel an ingenieur- und naturwissenschaftlich ausgebildeten Fachkräften hält an. Fehlende Studienanfänger und sinkende Absolventenzahlen in den MINT-Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind auch am Hightech-Standort Baden-Württemberg bittere Realität.

Herbert Moser, Geschäftsführer der Landesstiftung Baden-Württemberg, bringt anlässlich der Vorstellung des neuen Bildungsnetzwerkes COACHING4FUTURE die politische und wirtschaftliche Brisanz des Fachkräftemangels auf den Punkt: "Die dauerhafte Beseitigung der Fachkräftelücke insbesondere in den Ingenieurberufen ist eine Zukunftsaufgabe für uns alle und wird entscheidend für den Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und der Wirtschaftskraft Baden-Württembergs sein. Mit Coaching4Future übernimmt Baden-Württembergs Landesstiftung eine Führungsrolle in der Bundesrepublik."

Mit ihrem neuen Programm COACHING4FUTURE tritt die Landesstiftung Baden-Württemberg diesem Problem jetzt aktiv entgegen. COACHING4FUTURE soll Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe und junge Studierende nachhaltig zur Entscheidung für eine technisch-naturwissenschaftliche Karriere begeistern und durch praxisnahe Orientierungshilfen von Hochschulen und baden-württembergischen Unternehmen dazu motivieren, ein MINT-Studium zu ergreifen, zügig voranzutreiben und abzuschließen.

Rudi Beer, Leiter Wissenschaft und Forschung der Landesstiftung Baden-Württemberg, sieht deshalb auch in der Fokussierung auf die individuellen Interessen und persönlichen Stärken potenzieller Nachwuchsingenierue und Nachwuchswissenschaftler den Schlüssel zum Erfolg des Programms: "Wichtig ist uns, ein Netzwerk zwischen den Partnern Schule, Hochschule und Wirtschaft zu schaffen, dass Jugendliche nach ihren persönlichen Neigungen individuell und nachhaltig auf ihrem Weg in den Beruf begleitet.."

Im Mittelpunkt von COACHING4FUTURE stehen Coaching-Teams aus je zwei Jungakademikern mit naturwissenschaftlich-technischem Bildungshintergrund, die auf Einladung baden-württembergischer Schulen Jugendliche und ihre Eltern über die beruflichen Perspektiven eines naturwissenschaftlich-/technischen-Studiums informieren. In ihren "MINT-Briefings", die außerhalb des Unterrichts stattfinden, vermitteln sie den Schülerinnen und Schülern am Beispiel innovativer Produkte und Verfahren baden-württembergischer Branchenunternehmen die gesellschaftliche Relevanz von MINT-Berufen und beweisen, dass Mathematik, Naturwissenschaften und Technik richtig Spaß machen können. Durch die detaillierte Vorstellung des weiterführenden Informations- bzw. Rechercheangebots auf dem projektbegleitenden Netzwerkportal www.coaching4future.de animieren die Coaches die Jugendlichen darüber hinaus zur selbstständigen Weiterbeschäftigung mit einer potenziellen MINT-Karriere und zum Netzwerken mit Anbietern berufsorientierender bzw. -vorbereitender Seminare, Workshops, Praktika und dergleichen mehr.

Das Netzwerkportal dient Schülerinnen und Schülern, jungen Studierenden und interessierten Eltern einerseits als effiziente Recherchequelle für alle Fragen rund um ein MINT-Studium und seine Zukunftsperspektiven am baden-württembergischen Arbeitsmarkt. Zum anderen dient die Internetplattform Jugendlichen und speziell baden-württembergischen Unternehmen als virtueller Treffpunkt für fruchtbare, persönliche Kontakte. Über ein digitales Matchingverfahren erhalten registrierte User auf Basis ihres "MINT-Profils", das sie über einen Online-Interessencheck ("Karrierenavigator") erhalten haben, ein "Best of" aus allen Praxis- und Orientierungsangeboten von baden-württembergischen Hochschulen und Unternehmen, die ihren Neigungen idealtypisch entsprechen. Durch einen Klick auf den Namen des Anbieters erfahren sie alle relevanten Details über das vorgeschlagene Angebot, wie etwa Inhalt und Referenten einer Informationsveranstaltung, inhaltliche Zielsetzung, Zielgruppe und Zweck eines Workshops bzw. Seminars oder die spezifischen Anforderungen einer Werkstudentenstelle.

Unternehmen wiederum können in den anonymen MINT-Profilen von registrierten Schülern und Studierenden recherchieren und demjenigen eine automatisierte Benachrichtigung zukommen lassen, in dessen MINT-Profil das Unternehmen den oder die ideale Kandidatin für eine künftige Zusammenarbeit erkannt hat. Der Empfänger der Nachricht entscheidet dann im Einzelfall, ob er das Unternehmen kennenlernen will und einer Freischaltung seiner Kontaktdaten für ein erstes Kennenlernen zustimmt.

Nach der Startphase von COACHING4FUTURE sollen ab 2009 als ergänzendes Instrument der gezielten Nachwuchssicherung in den MINT-Berufen sogenannte Bildungspatenschaften aufgebaut werden. "Cyber-Coaches" aus baden-württembergischen Unternehmen und Hochschulen treten dabei als Förderer von Jugendlichen auf und stehen ihnen mit ausbildungs- und berufsspezifischem Expertenwissen langfristig persönlich zur Seite.

Iris Berghold | idw
Weitere Informationen:
http://www.landesstiftung-bw.de
http://www.coaching4future.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heimcomputer entdecken rekordverdächtiges Pulsar-Neutronenstern-System

08.12.2016 | Physik Astronomie

Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten

08.12.2016 | Energie und Elektrotechnik

Oberleitungs-LKW: Option für einen umweltverträglichen Güterverkehr?

08.12.2016 | Verkehr Logistik