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Bundesregierung legt Zwischenbericht zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung vor

15.07.2009
Schavan: "Forschung braucht strategische Partner im Ausland"

BMBF und alle Akteure ziehen positive Bilanz

Die Bundesregierung hat unter Federführung des Bundesforschungsministeriums einen ersten Zwischenbericht zur 2008 beschlossenen Internationalisierungsstrategie in Wissenschaft und Forschung vorgelegt. Dabei zog Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Mittwoch in Berlin eine positive Bilanz der bisher von allen beteiligten Institutionen - Bundesressorts, Länder, Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, und Forschung - eingeleiteten Maßnahmen.

Als wichtige Stichpunkte nannte Schavan die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Alexander-von-Humboldt-Professuren, mit der herausragende internationale Forscher für Deutschland gewonnen werden, den deutlichen Ausbau von Stipendien für Wissenschaftler sowie die gezielte Internationalisierung von Clustern und Netzwerken in der Forschung.

"Es reicht nicht aus, die Entwicklungen in anderen Ländern zu beobachten, wir müssen in den Ländern auch stärker präsent sein. Nicht nur die deutschen Unternehmen, auch unsere Forschungsorganisationen können und sollen sich durch Präsenz im Ausland Zugang zu neuem Wissen und zu dringend benötigtem Nachwuchs schaffen, und sich strategisch wichtigen Partnerschaften öffnen," sagte Schavan.

Alle beteiligten Institutionen werteten die Strategie als notwendige und angemessene Antwort auf die Globalisierung und die Herausforderungen unserer Zeit und wollen sie weiter unterstützen. "Wir haben gemeinsam mit allen Akteuren einen kontinuierlichen und nachhaltigen Prozess auf den Weg gebracht, und damit der Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung in Deutschland eine neue Dynamik verliehen", sagte Schavan.

Die Internationalisierungsstrategie setzt vier Schwerpunkte: Die Forschungszusammenarbeit mit den weltweit Besten stärken, Innovationspotenziale international erschließen, die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern in Bildung, Forschung und Entwicklung nachhaltig stärken sowie international Verantwortung übernehmen und globale Herausforderungen bewältigen.

Besonders stark ist die Internationalisierung bereits jetzt in der Forschungskooperation mit den Besten umgesetzt. Entscheidendes neues Element ist die Alexander von Humboldt-Professur, der mit fünf Millionen Euro pro Preisträger höchstdotierte internationale Forscherpreis in Deutschland. Er soll den herausragenden Wissenschaftlern ermöglichen, langfristig an deutschen Hochschulen zu forschen. Weitere bereits etablierte und neue attraktive Stipendienprogramme der Mittler- und Forschungsorganisationen tragen zu einer stärkeren Mobilität deutscher Studierender bei und erhöhen die Attraktivität Deutschlands als Gastland für ausländische Studierende und Nachwuchswissenschaftler. Zudem wird auf Basis des 2007 gestarteten Spitzenclusterwettbewerbs des BMBF die Internationalisierung von Clustern und Netzwerken durch entsprechende Förderungen weiter voran gebracht. Die Internationalisierungsstrategie rückt Entwicklungs- und Schwellenländer stärker ins Zentrum des Interesses von Wissenschafts- und Forschungsorganisationen und nimmt sie als gleichberechtigte Partner bei der Bewältigung globaler Herausforderungen wahr.

In enger Abstimmung mit den dortigen Partnern wird die Bundesregierung im Subsahara-Afrika regionale Kompetenzzentren einrichten, die sich auf die Themen Klimawandel und Nutzung von Land, Wasser und anderen Ressourcen konzentrieren. Die inhaltliche Arbeit dieser Zentren orientiert sich an globalen Problemen und an den Millenniumszielen der Vereinten Nationen.

Schavan sagte: "Die großen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft können nur in globaler Verantwortung bewältigt werden. Das gilt für den Umgang mit dem Klimawandel, Fragen der Ernährung, Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion, Sicherung der Energieversorgung, Bekämpfung von Armut und Infektionskrankheiten sowie für Fragen zu Sicherheit und Migration. Wissenschaft und Forschung können und werden dazu einen entscheidenden Beitrag leisten."

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