Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bund und Stiftungen gehen gemeinsam neue Wege in der Bildungsarbeit

15.10.2008
BMBF-Programm stärkt mit 60 Millionen Euro die Bildung in den Kommunen

Meyer-Krahmer: "Wichtiger Schritt für bessere Bildung vor Ort"

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat am Mittwoch gemeinsam mit Vertretern deutscher Stiftungen das Startsignal für das größte Programm des Bundes zur Weiterentwicklung des lebensbegleitenden Lernens gegeben. Staatssekretär Prof. Dr. Frieder Meyer Krahmer sagte am Mittwoch bei der Vorstellung des Programms "Lernen vor Ort" in Berlin: "Mit dem neuen 60 Millionen Euro umfassenden Programm stärken wir in einer einzigartigen öffentlich-privaten Partnerschaft aus Bund, Kommunen und Stiftungen die Bildung vor Ort. In den Kommunen durchlaufen die Menschen ihre Bildungsbiographie – von der frühkindlichen Bildung bis hin zur Weiterbildung. Wir unterstützen deshalb Städte, Landkreise und Regionen dabei, gute Ansätze für ein ganzheitliches Bildungsmanagement auszubauen."

"Lernen vor Ort" ist ein zentraler Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung, die unter dem Motto "Aufstieg durch Bildung" einen energischen Schritt für mehr und bessere Bildung und Weiterbildung in allen Lebensbereichen unternimmt.

"Damit das Lernen im gesamten Lebenslauf erfolgreich sein kann, müssen die Bildungsstationen und Bildungsangebote vor Ort gut aufeinander abgestimmt sein. Unser Ziel ist es, ressortübergreifende Initiativen vor Ort zu stärken und beispielhafte Impulse für die Verknüpfung kommunaler Strategien zu setzen", sagte Meyer-Krahmer.

Deutsche Stiftungen haben sich bereit erklärt, das Programm zu unterstützen. Eine Reihe von großen, mittleren und kleineren Stiftungen hat daher einen Stiftungsverbund gegründet, dessen Mitglieder am Programm beteiligte Städte, Landkreise und Regionen als Paten fördern werden. Damit entsteht eine in dieser Dimension einzigartige öffentlich-private Partnerschaft und Lerngemeinschaft – zum praktischen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Der Stiftungsverbund ist offen für die Mitwirkung weiterer Stiftungen. Er steht über seine Geschäftsstelle zur Beratung und Unterstützung der Standorte zur Verfügung.

Die Patenschaften sind als Angebot zu verstehen und können individuell zwischen Standort und Stiftung vereinbart werden. Neben lokalen Grundpatenschaften können Stiftungen auch Themenpatenschaften übernehmen. "Jedem ausgewählten Standort soll eine Stiftung zur Seite stehen, die eine lokale Grundpatenschaft übernimmt. Zusätzlich oder alternativ können Stiftungen auch Themenpatenschaften übernehmen, entsprechend den von den Kommunen gewählten Arbeitsschwerpunkten. So können Stiftungen ihre Erfahrungen aus erfolgreichen Projekten weitergeben", sagte Roland Kaehlbrandt, Vorstand der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und Vertreter des Stiftungsverbundes, am Mittwoch.

In den nächsten Monaten werden in einem zweistufigen Verfahren Modellprojekte durch eine Jury ausgewählt. In dieser Jury sind auch die Länder vertreten, deren Zustimmung Voraussetzung für die Förderung der Einzelprojekte ist. Ab dem Spätsommer 2009 werden dann 25 bis 30 Kommunen zunächst für die Laufzeit von drei Jahren starten. Besonders gute Projekte sollen anschließend um zwei Jahre verlängert werden. Für die Gesamtlaufzeit stellen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Europäische Sozialfonds der Europäischen Union rund 60 Millionen Euro zu Verfügung.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.lernen-vor-ort.info
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen