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Bund und Länder auf dem Weg zur inklusiven Bildung

17.06.2013
Bundesministerinnen von der Leyen und Wanka sowie KMK-Präsident Dorgerloh eröffnen Nationale Konferenz zur inklusiven Bildung

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, und der Präsident der Kultusministerkonferenz, Stephan Dorgerloh, haben am heutigen Montag gemeinsam die Nationale Konferenz "Inklusion gestalten - gemeinsam. kompetent. professionell" im Café Moskau in Berlin eröffnet.

Über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik, der Bildungsverwaltung und Bildungspraxis werden noch bis morgen darüber diskutieren, wie das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Menschen ausgebaut und die Aus- und Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte für inklusive Bildung weiterentwickelt werden kann.

Mit der im Jahr 2009 ratifizierten Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte der Menschen mit Behinderungen hat sich Deutschland in Artikel 24 dieser Konvention verpflichtet, ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen zu gewährleisten.

Anlässlich der Eröffnung sagte Ministerin von der Leyen: "Ein ganz Zentrales Ziel bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist das gemeinsame Lernen von jungen Menschen mit und ohne Behinderung. Heute bringen wir die wichtigsten Beteiligten in Bund und Ländern und die Behindertenverbände an einen Tisch, damit wir zügig Fortschritte machen. Inklusives Lernen soll im ganzen Land selbstverständlich werden. Wir wollen, dass Menschen mit Behinderung ganz normal am Arbeitsleben teilnehmen, die beste Voraussetzung dafür ist gute Bildung. Ich wünsche mir insbesondere, dass mehr schwerbehinderte Jugendliche eine betriebliche Ausbildung aufnehmen. Das muss uns die gemeinsame Anstrengung wert sein."

Bundesbildungsministerin Wanka erklärte: "Bei der Umsetzung inklusiver Bildung müssen wir uns auf solides Wissen stützen, wenn Reformen in der Praxis erfolgreich sein sollen. Wir werden unsere Forschungsförderung in diesem Bereich deshalb gezielt weiter ausbauen." Wanka betonte, dass es sich auszahle, in eine qualitativ hochwertige inklusive Bildung zu investieren. "Jeder Cent ist dafür gut angelegt", sagte die Ministerin. Mit Blick auf die Umsetzung inklusiver Bildung an den Schulen, wies die Bundesbildungsministerin darauf hin, dass die Schließung von Förderschulen aus Kostengründen der falsche Weg sei. "Inklusion darf kein Vorwand für ein Sparprogramm der Länder sein", unterstrich Wanka.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh, betonte: "Inklusion ist nicht nur eine Sache der Schule, sondern der gesamten Gesellschaft. Viele müssen mitgenommen und überzeugt werden, damit Inklusion gelingt und ein Gewinn für alle ist. Der Anteil des gemeinsamen Unterrichts ist in den letzten Jahren erfreulich gewachsen. Dennoch wird uns das Thema auch in den kommenden Jahren begleiten, und es werden erhebliche Anstrengungen notwendig sein, um Inklusion erfolgreich zu gestalten. Dazu gehören auch gut ausgebildete Lehrkräfte."

In ihren Eröffnungsstatements betonten die Vertreter von Bund und Ländern die gemeinsame Verantwortung bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und äußerten die Erwartung, dass die nationale Konferenz "Inklusion gestalten - gemeinsam. kompetent. professionell", dazu beiträgt, das Thema Inklusion noch stärker als gesamtgesellschaftliche Herausforderung in der Öffentlichkeit zu verankern.

Für die die nationale Konferenz "Inklusion gestalten - gemeinsam. kompetent. professionell" wurde ein Internetportal eingerichtet, das die wichtigsten Ergebnisse der Veranstaltung dokumentieren wird:

http://www.konferenz-inklusion-gestalten.de/

Für Rückfragen der Medien:
Pressestelle des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
Tel.: +49 (0) 3018 - 527 - 21 90
Fax: +49 (0) 3018 - 527 - 21 91
E-mail: presse@bmas.bund.de
Pressestelle des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Tel.: +49 (0) 30 - 18 57 - 5050 oder -5057
Fax: +49 (0) 30 - 1857 - 5551
E-Mail: presse@bmbf.bund.de
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