Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bund investiert 11 Millionen Euro in neues Fischerei­forschungsschiff

14.09.2009
Neue „Clupea“ vor allem in der Ostsee unterwegs

Rente mit 60? Für die „Clupea“, das kleinste und zugleich dienstälteste Fischereiforschungs­schiff der Bundesrepublik, ist der Ruhestand nach sechs Jahrzehnten auf See in Sicht.

Der Deutsche Bundestag hat grünes Licht für den Bau eines Nachfolgers gegeben, mit dem die Fischereiforscher des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) die Fischbestände im Küstenbereich der Nord- und Ostsee untersuchen können. Das Schiff und die Mannschaft stehen unter der Bereederung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Egal ob es darum geht, die Erholung der Dorschbestände zu dokumentieren, das Herings­aufkommen der kommenden Jahre abzuschätzen oder neue, selektivere Fanggeräte zu erproben: Die 17 Meter lange „Clupea“ ist für das Rostocker vTI-Institut für Ostseefischerei seit langem ein bewährter Arbeitsplatz. Doch das ausschließlich in der Ostsee operierende Boot ist in die Jahre gekommen. 1949 als kommerzieller Fangkutter für die DDR-Küstenfischerei gebaut, sticht es seit 1983 für die Forschung in See. Die letzte größere Modernisierung datiert aus dem Jahr 1987.

Ein Neubau war schon seit längerer Zeit avisiert, nun steht die Finanzierung. Rund 11 Millionen Euro wird das Projekt voraussichtlich kosten. Forschungsschiffe gibt es nicht von der Stange, jedes ist eine individuelle, an die spezifischen Anforderungen angepasste Neuentwicklung. Der Kutter darf für Fahrten in die flachen Bodden­gebiete nur geringen Tiefgang haben, muss über verschiedene Netztypen und andere Fangeinrichtungen verfügen, ozeanografische Unter­suchungen ermöglichen und der wissenschaftlichen Besatzung praktikable Arbeitsbedingun­gen bieten. Das neue Schiff wird mit 28 Metern Länge erheblich größer als der Vorgänger, kann nun aber auch alle von der Küstenfischerei eingesetzten Netze verwenden. Außerdem wird es auch in der Nordsee eingesetzt werden, wo die Hamburger Fischerei-Institute des vTI bislang für Untersuchungen im Wattenmeer auf gecharterte kommerzielle Kutter zurückgreifen mussten.

Den Zuschlag für den Bau des neuen Forschungskutters hat die Fassmer-Werft in Berne, Unterweser, erhalten. Der 11-Millionen-Auftrag stärkt damit auch die deutsche Küstenregion als Werftenstandort. Dass das schwimmende Forschungsgerät wieder den Namen Clupea tragen wird, ist für Dr. Cornelius Hammer, den Leiter des Instituts für Ostseefischerei, eine Selbstverständlich­keit: „Clupea harengus ist der wissenschaftliche Name für den Hering. Und Hering zählt für die Ostseefischer zu den wirtschaftlich wichtigsten Zielarten überhaupt.“

Die Baubegleitung erfolgt in enger Absprache zwischen der BLE, die alle deutschen Fischerei­forschungsschiffe bereedert, und der Bundesanstalt für Wasserbau, Abteilung Schiffbau, in Hamburg.

Nähere Informationen über die deutschen Fischereiforschungsschiffe finden Sie im Internet unter www.vti.bund.de, Rubrik „Aktuelles/Forschungsreisen“ oder unter www.ble.de, Rubrik „Kontrolle und Zulassung“, Fischerei/Bereederung.

Dr. Michael Welling | vTI
Weitere Informationen:
http://www.vti.bund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau