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Braun: "JOBSTARTER ist eine Erfolgsgeschichte"

11.05.2010
Über 40.000 neue Ausbildungsplätze dank BMBF-Programm / Neue BMBF-Initiative "Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss" geplant

Das Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat in den vergangenen vier Jahren mit 241 durchgeführten Projekten 42.500 neue Ausbildungsplätze geschaffen. Dieses Ergebnis nannte Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, auf der JOBSTARTER Halbzeitkonferenz am Dienstag in Berlin.

"Diese Zahlen sind eine beeindruckende Bestätigung dafür, dass das im Rahmen des Ausbildungspaktes initiierte Programm des BMBF eine Erfolgsgeschichte ist. Sie verdeutlichen das große Engagement und die Leistungen aller Beteiligten bei der Umsetzung der Projekte. Ein Grund für den Erfolg ist die flexible Anpassung der Projekte an die regionalen Nachfragebedingungen. Damit konnte man gezielt auf eine Verbesserung der lokalen Ausbildungsstrukturen hinwirken", betonte Braun.

So gibt es rund 30 Projekte, die langfristige europäische Ausbildungskooperationen in den Grenzregionen Deutschlands ermöglichen, sowie insgesamt 29 Initiativen, die sich mit der Entwicklung einer Ausbildungskultur in Betrieben von Migranten beschäftigen. "Deshalb freut es mich, dass wir durch das Projekt JOBSTARTER bislang 2.600 Ausbildungsplätze in Firmen schaffen konnten, in denen der Inhaber selber eine Zuwanderungsgeschichte hat", sagte Braun. Um noch mehr zu erreichen, fördert das BMBF aktuell in 34 Städten Ausbilderseminare für Fachkräfte sowie für Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund. Bis Ende 2010 sollen 1.000 zusätzliche Ausbilderinnen und Ausbilder mit Migrationshintergrund das von den Kammern ausgestellte Zertifikat der Ausbildereignung in der Hand halten.

Das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanzierte Programm JOBSTARTER wird bis zum Jahr 2013 fortgesetzt. "In dieser Zeit werden wir uns vor allem darum kümmern, die Übergangsmöglichkeiten an den Schnittstellen der verschiedenen Bildungssysteme zu verbessern sowie eine wirksame Verzahnung zwischen Übergangssystem und dualer Ausbildung zu erreichen", sagte Braun. Der Parlamentarische Staatssekretär verwies in diesem Zusammenhang auch auf das neue BMBF-Programm "Bildungsketten bis zum Berufsabschluss", welches Bundesbildungsministerin Annette Schavan vor zwei Wochen vorstellte.

Startpunkt der Initiative ist eine länderübergreifende Potenzialanalyse von Schülern in der 7. Klasse, in die gerade auch nichtschulische Begabungen und Interessen gezielt einbezogen werden und auf deren Basis gezielt mit individuellen schulischen und außerschulischen Begleitmaßnahmen reagiert werden soll. Die Potenzialanalyse ist zugleich Basis der ab der 8. Klasse erfolgenden Berufsorientierungsmaßnahmen, die bundesweit deutlich ausgebaut und zielgerichteter auf die praktische Erprobung individueller Interessen und Begabungen ausgerichtet werden. Besonders gefährdete Schüler/innen sollen zudem durch Berufseinstiegsbegleiter gezielt und kontinuierlich bis hinein in die berufliche Ausbildung begleitet.

"Wir wollen die Wirtschaftsverbände und Unternehmen beim Übergang von Schule in Ausbildung dafür gewinnen, ihre Aktivitäten im Sinne einer breiten betrieblichen Ausbildungsvorbereitung zur anschließenden beruflichen Ausbildung deutlich auszuweiten. Somit werden wir neue Chance für Jugendliche eröffnen, Schulabbrüche reduzieren und das Übergangssystem effizienter gestalten", sagte Braun. Wichtig sei, dass die Erfahrungen aus den JOBSTARTER-Projekten auch anderen Akteuren und Initiativen im Bereich der Berufsausbildung zu Gute kommen.

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