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BMBF-Programm „Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung, Region, Mittel-, Ost- und Südosteuropa“ verlängert

30.04.2010
Mit dem Programm "Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung, Region Mittel-, Ost- und Südosteuropa"
(Regionalausschreibung) stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Internationalisierungsstrategie Finanzmittel für Anbahnungsprojekte in der angewandten Forschung, Entwicklung und Bildung bereit.

Dieses Instrument der bilateralen Zusammenarbeit trug in den vergangenen Jahren erfolgreich zu einer weiteren Vernetzung deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Partnerorganisationen der Länder dieser Region bei. Es wurde deshalb bis zum 31.12.2013 verlängert.

Mit der so genannten Regionalausschreibung" werden Finanzmittel für Anbahnungsprojekte im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung sowie der Bildung bereitgestellt, um die Antragstellung in aktuellen Förderprogrammen des BMBF, die Vorbereitung von Projekten zu thematischen Prioritäten des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms sowie zu anderen forschungsrelevanten EU-Programmen und zum Programm Eurostars zu fördern. So genannte gemeinsame Forschungsbasen werden auf der Grundlage bestehender Kooperationen entwickelt und gefördert.

Hintergrund und Ziele

Die bilaterale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung mit den Mittel- und Osteuropäischen Ländern (MOEL) sowie den Südosteuropäischen Ländern (SOEL) steht im Zeichen der Osterweiterung der EU und der Schaffung eines Europäischen Bildungs- und Forschungsraums. Die Republiken Polen, Estland, Lettland und Litauen, die Slowakische Republik, Slowenien, die Tschechische Republik und Ungarn sind seit 2004 Mitglieder der Europäischen Union, Bulgarien und Rumänien seit 2007. Die Integration der westlichen Balkanländer in die EU ist für die Europäische Union eine Priorität. Erweiterungs- und Integrationsprozesse werden durch adäquate Förderinstrumente der bi- und multilateralen Kooperationen gefördert.

Mit den aktuellen Formaten der bilateralen Zusammenarbeit soll die Internationalisierung und Europaorientierung deutscher Einrichtungen in Bildung und Forschung gestärkt, ihre Wettbewerbsfähigkeit insgesamt verbessert sowie die fortschreitende europäische Integration der MOEL und der SOEL unterstützt werden. Durch die Internationalisierung der Förderprogramme des BMBF und deren Verknüpfung mit den entsprechenden Förderprogrammen der Partnerländer, durch Fokussierung auf Schwerpunktthemen gegenseitigen Interesses - insbesondere in den Themenbereichen der Hightech-Strategie der Bundesregierung (http://www.hightech-strategie.de) - soll die bilaterale Zusammenarbeit auf europäischer Ebene ausgebaut und damit ein bilateraler und zugleich europäischer Mehrwert geschaffen werden. In diesem Kontext leistet das BMBF-Programm "Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung, Region Mittel-, Ost- und Südosteuropa" einen wichtigen Beitrag zu den Zielen der Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung.

Förderung: Schwerpunkte und Umsetzung

Die Förderung im Rahmen der Regionalausschreibung zielt konkret auf:

BMBF Fachprogramme: Mit dem BMBF-Programm "Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung, Region Mittel-, Ost- und Südosteuropa" soll die Vorbereitung von Projekten der angewandten Forschung und Entwicklung und der Bildung zu den aktuellen Förderprogrammen (http://www.bmbf.de/de/99.php) des BMBF gefördert werden.

EU Forschungsprogramme: Ebenso soll die Vorbereitung von Projekten in der angewandten Forschung zu thematischen Prioritäten des Programms "Zusammenarbeit" des 7. Forschungsrahmenprogramms (http://www.forschungsrahmenprogramm.de) der Europäischen Union sowie zu anderen forschungsrelevanten EU-Programmen gefördert werden.

Programm Eurostars: Die Vorbereitung von Projekten für das Programm Eurostars (http://www.bmbf.de/foerderungen/13152.php) kann ebenfalls gefördert werden. Eurostars ist ein Förderprogramm im Rahmen der europäischen Forschungsinitiative EUREKA. Es richtet sich in erster Linie an forschungstreibende Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU), die mit Partnern in anderen Mitgliedsländern gemeinsam Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführen wollen.

Gemeinsame Forschungsbasen: In gemeinsamen Forschungsbasen sollen Hochschul- und Forschungseinrichtungen aus dem Partnerland mit deutschen Hochschul- und Forschungseinrichtungen und der forschenden Industrie in der Regel auf der Grundlage bestehender Kooperationen personell, organisatorisch und finanziell miteinander verflochten werden. Die Projektpartner sollen eine Organisationsstruktur aufbauen, um ihre Forschungspotenziale gemeinsam weiterzuentwickeln und so dynamischere Produkt- und Prozessinnovationen im Interesse der beteiligten Länder einzuleiten. Innovative Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) sollen in die gemeinsamen Forschungsbasen eingebunden werden.

Anträge werden laufend entgegengenommen, bearbeitet und entschieden.

Mit der Umsetzung des BMBF-Programms "Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung, Region Mittel-, Ost- und Südosteuropa" ist beauftragt:

Internationales Büro des BMBF beim
Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn
Das Internationale Büro (IB) unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bei der Gestaltung der internationalen Zusammenarbeit in Forschung, Bildung und technologischer Entwicklung. Es erschließt Kooperationsmöglichkeiten weltweit und baut internationale Netzwerke auf. Das Internationale Büro ist eine Organisationseinheit im Projektträger beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (PT-DLR). Der PT-DLR ist mit zirka 750 Mitarbeitern der größte Projektträger in Deutschland. Er hat sich auf Dienstleistungen in den Bereichen Forschungs- und Bildungsförderung sowie Projektmanagement spezialisiert.

Dr. Hans-Peter Niller | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/foerderungen/14673.php
http://www.internationales-buero.de
http://www.kooperation-international.de

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