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Mit Bildungsketten bis zum Abschluss kommen

06.09.2010
Schavan: "Wir können es uns nicht leisten, auch nur einen einzigen Jugendlichen ohne Ausbildung zurückzulassen."

Heute fällt der Startschuss für die Initiative "Bildungsketten bis zum Abschluss", die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 362 Millionen Euro fördert.

Die Initiative hat das Ziel, Schulabbrüche deutlich zu verringern, die Übergänge von der Schule in die Ausbildung und später ins Berufsleben zu verbessern und dadurch dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Sie wird bundesweit an 1000 Hauptschulen durchgeführt. Die wichtigsten Maßnahmen sind dabei Potenzialanalysen von allen Schülern ab der 7. Klasse, der mehrjährige Einsatz von Bildungslotsen bei abschlussgefährdeten Schülern, die individuelle Förderpläne erhalten, und eine frühzeitige, praxisorientierte Berufsorientierung während der Schulzeit.

Heute werden die Stellen für die ersten 500 Bildungslotsen ausgeschrieben. Bewerben können sich insbesondere Bildungsträger, die die Bildungslotsen mehrjährig einstellen. Dabei kommen insbesondere Meister aller Berufsrichtungen und Sozialpädagogen mit Berufserfahrung in Betracht. Die ersten Bildungslotsen sollen ihre Arbeit bis Dezember dieses Jahres aufnehmen. Die 1000 Schulen, an denen die sie eingesetzt werden, wurden von den Ländern nach einem einheitlichen Kriterienkatalog des BMBF bestimmt. Die Zahl der Bildungslotsen wird bis 2013 auf 1000 aufgestockt. Sie wird um bis zu 1000 ehrenamtliche Bildungslotsen ergänzt, die der Senior Expert Service in Ausweitung seiner bisherigen Kooperation mit dem BMBF bereit stellen will.

"Wir können es uns nicht leisten, auch nur einen einzigen Jugendlichen ohne Ausbildung zurückzulassen", sagte Bundesministerin Annette Schavan zum Start der Initiative. "schon alleine wegen des drohenden Fachkräftemangels nicht." Schavan: "Wir werden die Idee der Bildungsketten auch im neuen Ausbildungspakt verankern und gemeinsam mit der Wirtschaft an der weiteren Verbesserung des Übergangs von der Schule in die duale Ausbildung vereinbaren. Das ist besonders für Schüler mit erhöhtem Förderbedarf sehr wichtig."

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