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Berufsbildungsbericht: Ausbildungslage hat sich weiter verbessert

06.04.2011
Schavan: "Jugendlichen helfen, denen der Einstieg in Ausbildung schwerfällt" / Maßnahmen zielen auf bessere Verzahnung von Schule und dualer Ausbildung

Der Berufsbildungsbericht 2011 zeigt, dass sich die Ausbildungslage für junge Menschen in Deutschland weiter verbessert hat. Das wieder einsetzende kräftige Wirtschaftswachstum, eine vorausschauende Personalpolitik der Unternehmen sowie der demografisch bedingte Rückgang der Ausbildungsstellenbewerber sind hierfür wesentliche Gründe.

"Nun dürfen wir mit unseren Ausbildungsanstrengungen nicht nachlassen und müssen besonders solche Jugendliche unterstützen, denen der Einstieg in Ausbildung schwerfällt", betonte am Mittwoch Bundesbildungsministerin Annette Schavan. "Wir müssen alle Potentiale nutzen, um den Fachkräftebedarf zu sichern. Das sind wir auch den Jugendlichen schuldig, denn eine gute Ausbildung ist immer noch die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und eine wesentliche Voraussetzung für ein eigenständiges Leben und Teilhabe an der Gesellschaft." Allen Ausbildungsbetrieben des Jahres 2009/2010 dankte sie für das Engagement.

Die Maßnahmen der Bundesregierung zielen daher vor allem auf eine bessere Verzahnung von Schule, Übergangssystem und dualer Ausbildung. Herzstück der BMBF-Initiative "Abschluss und Anschluss - Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss" sind Berufseinstiegsbegleiter, die förderungsbedürfte Schüler kontinuierlich und individuell begleiten. Mittlerweile haben die ersten 500 der vorgesehenen 1.000 Berufseinstiegsbegleiter ihre Arbeit aufgenommen.

Noch in diesem Jahr werden weitere hinzukommen. Sie unterstützen dabei die bereits 1.200 aktiven Berufseinstiegsbegleiter der Bundesagentur für Arbeit. Außerdem werden rund 1.000 Senior Experten, also Praktiker mit Berufserfahrung, zur Betreuung während der Berufsausbildung und zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen eingesetzt. "Prävention statt Reparatur ist das Ziel der Initiative", erklärte Schavan. Maßnahmen wie die Potentialanalyse in der 7. Klasse sowie die praxisorientierten Berufsorientierungsmaßnahmen ab ! Klasse 8 verhindern Schulabbrüche und vermeiden spätere Warteschleifen im Übergangssystem.

"Durch das Berufsorientierungsprogramm des BMBF ist es uns gelungen, bereits mehr als 175.000 Schülerinnen und Schüler für ihre berufliche Zukunft zu sensibilisieren", sagte Schavan. Die Neuorientierung und Fortführung des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs zielt ebenfalls auf der Gewinnung von Nachwuchskräften aus dem Übergangssystem.

Ministerin Schavan zeigte sich angesichts der neuen Zahlen des Berufsbildungsberichtes erfreut. So lag die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen 2010 deutlich höher als vorausgesagt. Auch konnten trotz demografisch bedingtem Nachfragerückgang mehr neue betriebliche Ausbildungsverträge als im Vorjahr geschlossen werden, bundesweit waren es 519.030. Daher ging trotz des bewussten Zurückfahrens von geförderten außerbetrieblichen Ausbildungsverträgen die Gesamtzahl aller Ausbildungsverträge nur marginal um 0,8 Prozent auf 560.073 Verträge zurück.

Die Zahl der Altbewerber reduzierte sich spürbar, zwischen 2008 und 2010 um fast 30%. Und auch die Zahl der jungen Menschen im so genannten Übergangssystem verringerte sich. Nach den erstmals vorliegenden Ergebnissen der Schnellmeldung der Integrierten Ausbildungsberichterstattung für den Berufsbildungsbericht 2011 sank die Zahl der Eintritte in das Übergangssystem in den letzten fünf Jahren um rund 94.000 Personen (-22,5%), allein zwischen 2009 und 2010 um 7%.

Schavan appellierte gleichsam an die Betriebe, vor dem Hintergrund der absehbaren demografischen Entwicklung nicht in den Ausbildungsanstrengungen nachzulassen. "Die duale Berufsausbildung bietet mit ihren rund 350 Ausbildungsberufen vielseitige Karriereperspektiven. Sorgen wir dafür, dass alle ausbildungswilligen Jugendlichen diese Perspektiven nutzen können", sagte Schavan.

Wie erstmals 2009 wird auch der Berufsbildungsbericht 2011 durch einen Datenreport zum Berufsbildungsbericht ergänzt, der vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) herausgegeben und zeitgleich mit dem Berufsbildungsbericht der Bundesregierung im Internet veröffentlicht wird sowie später ebenfalls als Print-Publikation zur Verfügung steht.

Der Berufsbildungsbericht 2011 ist im Internet abrufbar unter: http://www.bmbf.de/de/berufsbildungsbericht.php.

Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2011 kann auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Berufsbildung abgerufen werden: http://datenreport.bibb.de/

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