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Berlin Numeracy Test - Neues Instrument zur Einschätzung von Risikokompetenz

14.02.2012
Wie gut verstehen wir die Risiken, die uns im täglichen Leben begegnen? Können wir statistische Aussagen und das Für und Wider bei wichtigen Entscheidungen – etwa bei der Geldanlage oder vor medizinischen Eingriffen – richtig einschätzen?
Mit dem „Berlin Numeracy Test“ führen Wissenschaftler vom Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Zusammenarbeit mit der Michigan Technological University und der University of Granada jetzt ein neues Instrument ein. Wie ihre begleitenden Studien zeigen, ist es zur Vorhersage von Risikokompetenz gegenüber verbreiteten Tests doppelt so treffsicher.

Der „Berlin Numeracy Test“ ist ein neues stichhaltiges Instrument, das sehr schnell eine valide Vorhersage darüber ermöglicht, wie ausgeprägt das Verständnis von Statistiken und die Risikokompetenz einer Person sind. Anhand von 21 Studien mit mehr als 5.000 Teilnehmern aus 15 Ländern können die Wissenschaftler zeigen, dass ihr Rechentest der bislang stärkste Indikator für das Verstehen vieler alltäglicher Risiken (z.B. im Zusammenhang mit ärztlichen Diagnosen und Medikationen) oder statistischer Wahrscheinlichkeiten ist (z.B. Wettervorhersagen) und dabei in seiner Aussagekraft verbreitete kognitive Tests um das Doppelte übertrifft.

www.riskliteracy.org
Das einfach zu nutzende Tool, das unter www.riskliteracy.org für jeden zugänglich ist, liegt in verschiedenen Sprachen und Formaten vor. Durch die schnelle Möglichkeit, die Risikokompetenz Vieler zu messen, ist das Instrument in der Wissenschaft vielseitig einsetzbar und kann so zu einer verständlicheren Aufbereitung von medizinischen, rechtlichen oder auch wirtschaftlichen Daten beitragen. Ebenso kann jeder Einzelne seine eigene Kompetenz beim Verstehen von statistischen Informationen testen und durch das direkte Feedback auch verbessern.

Beispielfrage aus dem Berlin Numeracy Test (deutsche Version)
Stellen Sie sich vor, wir werfen einen fünfseitigen Würfel 50 Mal. Bei wie vielen dieser 50 Würfe würde dieser fünfseitige Würfel erwartungsgemäß eine ungerade Zahl zeigen (1, 3 oder 5)?
______ von 50 Würfen [richtige Antwort: 30]

MPI für Bildungsforschung
Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung wurde 1963 in Berlin gegründet und ist als interdisziplinäre Forschungseinrichtung dem Studium der menschlichen Entwicklung und Bildung gewidmet. Das Institut gehört zur Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., einer der führenden Organisationen für Grundlagenforschung in Europa.

Kontakt:
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Britta Grigull
Telefon: 030-824 06-211
E-Mail: grigull@mpib-berlin.mpg.de

Dr. Britta Grigull | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de
http://www.mpib-berlin.mpg.de/
http://www.riskliteracy.org/

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