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Neue Dimension internationaler Universitätsausbildung

02.05.2002


Die Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung (WHU) hat seit Mitte März erstmals einen Teil des MBA-Programms der Carnegie-Mellon-University in Pittsburgh/Ohio, die zu den zehn besten Business Schools der USA gehört, durchgeführt. Für die 20 Pioniere des Ausbildungsprogramms endet heute in Berlin eine besonders spannende Phase ihres Studiums. Acht Wochen haben sie in Europa verbracht, um Erfahrungen im internationalen Management zu gewinnen. "Wir haben zehn Hochschulen in Mitteleuropa besucht, um für unsere Studenten die beste Ergänzung zu ihrem Studium zu Hause zu finden. Die WHU hat den Zuschlag erhalten. Sie hat uns mehr geboten, als wir erwartet hatten", sagt Michael Caplan, der bei Carnegie-Mellon für die Planung verantwortlich ist.



"Es gibt bisher kein vergleichbares Programm, in dem eine amerikanische Top Business School einen Teil ihres Ausbildungsprogramms an eine deutsche Hochschule abgibt", ergänzt der Rektor der WHU, Professor Dr. Klaus Brockhoff. Fünf der acht Wochen wurden an der WHU in Vallendar verbracht, je eine Woche an einer Partnerhochschule der WHU in Bratislava und Prag, die letzte Woche in Berlin. Dabei war Gelegenheit, bedeutende Institutionen und Unternehmen zu besuchen. "Ich bin erstaunt darüber, was wir lernen konnten", sagt Rhodi Chambliss, eine der Teilnehmerinnen. "Selbst Kurse, die denselben Titel trugen wie an Carnegie-Mellon, haben uns neue Inhalte vermittelt. Management in Deutschland und in Europa ist doch etwas anderes als in den USA. Das ist für viele von uns überraschend."

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Beim Abschluss machten Teilnehmer und Verantwortliche klar: Dieser Kurs wird im nächsten Jahr wiederholt und sicher mehr Teilnehmer haben. Die WHU hat mit dem Carnegie Mellon Programm eine Bildungsinnovation durchgesetzt: Ein gleichartiger Kurs für eine führende australische Universität ist fest gebucht. Im nächsten Jahr werden voraussichtlich noch zwei weitere Universitäten dazu kommen. Obwohl natürlich von den Ausländern Studiengebühren erhoben werden, ist doch die Kapazität an der WHU damit nahezu ausgeschöpft. "Schließlich darf die Forschung unter dem Umfang an Lehraufgaben nicht zu kurz kommen", meint der verantwortliche Betreuer des Kurses, Professor Dr. Michael Frenkel.

Informationen:
Prof. Dr. Michael Frenkel, z.Zt. Berlin, Tel. 030/89 59 510

Jürgen Neumann | idw

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