Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Begutachtung der Ressortforschungseinrichtungen geht weiter

12.11.2007
Erneut hat der Wissenschaftsrat drei Stellungnahmen zu Ressortforschungseinrichtungen des Bundes verabschiedet. Diese Einrichtungen erbringen Forschungs- und Entwicklungsleistungen, um die Bundesministerien bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu unterstützen.

In den Jahren 2005 und 2006 hatte der Wissenschaftsrat bereits 13 Ressortforschungseinrichtungen begutachtet und dabei Verbesserungsbedarf insbesondere in den Bereichen Forschungsplanung, Koordination, Qualitätssicherung und Wettbewerbsorientierung festgestellt.

Personal- und haushaltsrechtliche Regelungen hatten sich vielfach als wenig geeignet für eine flexible Anpassung an neue Aufgaben erwiesen. Im Anschluss hieran erhielt der Wissenschaftsrat den Auftrag der Bundesregierung, auch die 25 noch nicht begutachteten Ressortforschungseinrichtungen des Bundes zu evaluieren. Anschließend wird der Wissenschaftsrat, wie schon in der ersten Runde, ergänzende übergreifende Empfehlungen aussprechen.

Die aktuell vorgelegten Stellungnahmen des Wissenschaftsrates bewerten die Forschungs- und Dienstleistungen der drei Ressortforschungseinrichtungen positiv. "Einmal mehr erweist sich an diesen drei Fällen, dass eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der Einrichtungen notwendig sind, um hochwertige Dienstleistungen für die Bundesministerien und Dritte zu erbringen", so der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider.

- Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), Oldenburg

Das Oldenburger Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) berät in überzeugender Weise die Politik bei der Erforschung der Länder Mittel- und Osteuropas, in denen deutschstämmige Bevölkerungsgruppen ehemals siedelten oder heute noch leben. Es ist dem BKGE dank seiner guten Forschungsarbeit gelungen, das auch außenpolitisch sensible Thema 'Flucht und Vertreibung' auf eine solide wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Verbesserungsbedarf sieht der Wissenschaftsrat jedoch bei der Entwicklung einer Forschungsleitlinie, die verstärkt die europäische Perspektive des Themenfeldes in Betracht nimmt. Neben der externen Berufung des Institutsdirektors, die möglichst gemeinsam mit der Universität Oldenburg stattfinden sollte, wird eine Querschnittsbegutachtung aller wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland, die im Themenfeld des BKGE tätig sind, angeregt.

Hinweis: Die "Stellungnahme zum Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), Oldenburg" (Drs. 8176-07), wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.

- Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hannover

Mit ihren wissenschaftlichen Dienstleistungen erbringt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover einen wichtigen Beitrag zur Versorgung Deutschlands mit Energie- und mineralischen Rohstoffen. Den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der BGR wird eine hohe Qualität bescheinigt. "Mit der BGR verfügt Deutschland über eines der international führenden geologischen Staatsinstitute", so der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider. Dank ihres starken Forschungsanteils ist die BGR in der Lage, Politik und Wirtschaft sehr kompetent in Fragen der Rohstoffförderung sowie der geologischen Sicherheit zu beraten. Lediglich in Teilbereichen der Aufgaben- sowie der Forschungsplanung erkennt der Wissenschaftsrat noch Verbesserungsbedarf.

Hinweis: Die "Stellungnahme zur Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hannover" (Drs. 8173-07) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.

- Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg

Mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg, verfügt die Bundesagentur für Arbeit über ein hervorragendes Forschungs- und Beratungsinstitut. Das Institut - eine "besondere Dienststelle" der Bundesagentur - untersucht die Wirkung der staatlichen Arbeitsförderung sowie der Leistungen nach Hartz IV. Besondere Würdigung erfährt die "erfolgreiche Verknüpfung von ausgezeichneter wissenschaftlicher Forschung mit qualitativ hochwertigen arbeitsmarktpolitischen Beratungsleistungen". Auf der Basis auch international beachteter Forschungsleistungen hat sich das Institut zu einer unverzichtbaren Beratungseinrichtung der Bundesagentur und der Bundesregierung in der gesellschaftlich zentralen Frage der Arbeitsmarktpolitik entwickelt.

Hinweis: Die "Stellungnahme zum Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg" (Drs. 8175-07) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.

Dr. Christiane Kling-Mathey | idw
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaftsrat.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitale Bildung im Unterricht: Was Lehrer und Schüler von der Schul-Cloud erwarten
11.12.2017 | Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI)

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften