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Deutsch-Kasachische Universität - ein Leuchtturmprojekt der Zusammenarbeit Deutschlands mit Zentralasien

01.11.2007
TFH Wildau ist strategischer Partner

Im Rahmen regelmäßiger Konsultationen haben die Technische Fachhochschule Wildau, die Fachhochschule Mittweida, das Internationale Hochschulinstitut (IHI) Zittau und die private AKAD-Fachhochschule Leipzig in Wildau eine strategische Partnerschaft zur Weiterentwicklung der 1999 gegründeten Deutsch-Kasachischen Universität (DKU) vereinbart.

Gegenwärtig studieren an der von deutschen Hochschullehrern initiierten und in Almaty, dem früheren Alma-Ata, ansässigen Einrichtung rund 250 junge Menschen nach deutschem Curriculum Betriebswirtschaftslehre und Internationale Beziehungen.

Ziel des jetzt in Wildau gegründeten Konsortiums, das auch für weitere deutsche Hochschulen offen steht, ist es, in kurzer Zeit zwölf neue Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften zu entwickeln und an der DKU zu implementieren. Sie sollen sich unmittelbar am stark wachsenden Fachkräftebedarf der kasachischen Wirtschaft und der in Kasachstan tätigen deutschen Unternehmen orientieren. Das Projekt trägt somit auch wesentlich zur Umsetzung der erst kürzlich von der Bundesregierung beschlossenen Zentralasienstrategie bei, die eine allseitige Entwicklung der Zusammenarbeit mit den früheren Sowjetrepubliken in dieser Region vorsieht. Die weitere Profilierung der DKU gilt daher als eines der "Leuchtturmprojekte" des Auswärtigen Amtes.

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Die beteiligten deutschen Hochschulen haben großes Interesse sowohl an der Bewahrung und Nutzung des wissenschaftlichen Erbes aus Sowjetzeiten als auch an der Mitwirkung an Projekten zur Modernisierung der regionalen Unternehmen, insbesondere der Energie- und Rohstoffwirtschaft. Die weitere Profilierung der DKU knüpft an den Kernkompetenzen der im Konsortium mitwirkenden deutschen Hochschulen an. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Marketing, Finanzen, Unternehmensmanagement, Logistik, Telematik, Europäisches Management und Wirtschaftsingenieurwesen. Als zukünftige Studierende sollen vor allem Bürger Kasachstans und der umliegenden ehemaligen Sowjetrepubliken gewonnen werden.

Zur Umsetzung des Projektes erhält die DKU eine Anschubfinanzierung über den Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Daraus können unter anderem auch Stipendien für das Austauschstudium an deutschen Hochschulen vergeben werden. Für Studierende mit überdurchschnittlichen Studienleistungen wird die Möglichkeit des Doppelabschlusses eingeräumt. Dieser sieht neben dem Abschluss der DKU auch den Abschluss einer der Konsortialhochschulen vor.

Alle Gremien der DKU sind paritätisch mit deutschen und kasachischen Vertretern besetzt. Amtierender Rektor ist Prof. Dr. Johann W. Gerlach, früherer Präsident der Freien Universität Berlin. Zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates wurde Prof. Dr. Dr. h. c. László Ungvári, Präsident der Technischen Fachhochschule Wildau, berufen.

Bernd Schlütter | idw
Weitere Informationen:
http://www.tfh-wildau.de

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