Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

25 Wissensinitiativen zur Rettung der arabischen Kultur

30.10.2007
Scheich Maktoum von Dubai nennt konkrete Ziele zum Einsatz seiner Stiftungsmilliarden

Seine Hoheit Scheich Mohammed bin Rashid al Maktoum, Herrscher Dubais und Vizepräsident und Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, verkündete am Sonntag 25 kulturelle Schlüsselinitiativen zur Entwicklung der arabischen Welt, darunter ein jährlicher Wissensreport in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), mit dem erstmalig Wissen und Bildungsstand Arabiens gemessen werden.

Die Initiativen dienen dem Ziel der Mohammed Bin Rashid Al Maktoum-Stiftung, die Wissenschaft in der Region zu fördern und die arabischen Welt in ein neues Zeitalter zu versetzen. Letztlich hänge die Überlebensfähigkeit der arabischen Welt von ihrer Wissensbasis ab, sagte der Scheich während der Eröffnungssitzung der Wissenskonferenz der Maktoum-Stiftung in Mina Salam, Dubai.

Auf der zweitägigen Veranstaltung versammelten sich herausragende arabische Intellektuelle, Forscher und Akademiker, um Strategien für einen höheren Wissensstand und zur Förderung von Forschung und universitärer Lehre in Arabien auszuarbeiten.

Zu den Initiativen Scheich Mohameds gehören ein arabisches Forschungsnetzwerk, eine Lehrervereinigung, ein Online-Bildungsprogramm für Frauen, das Sponsoring von Universitäten durch die Wirtschaft, Bildungsdarlehen für Flüchtlinge und eine arabische Datenbank. Seine Stiftung wird auch ein Wissenszentrum aufbauen, nach dem Vorbild des Bait Al-Hikma, der weltberühmten mittelalterlichen Akademie "Haus des Wissens".

Auf der Eröffnungssitzung berichteten führende arabische Politiker über die Herausforderungen für die Entwicklung der Region. Amr Moussa, Generalsekretär der Arabischen Liga, verwies darauf, dass es in der arabischen Welt in der Altersgruppe über 15 Jahren noch immer mehr als 71 Millionen Analphabeten gebe - ein Viertel der Bevölkerung. Schuld daran seien zu geringe Mittel für Bildungsprogramme und Armenförderung.

Professor Ekmeleddin Ihsanoglu, Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz, zitierte Statistiken des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, denen zufolge die Armutsquote in den 36 Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz zwischen 20 und 60, der Analphabetismus zwischen 20 und 81 Prozent liege. Professor Ihsanoglu wies in diesem Zusammenhang auch auf die Notwendigkeit hin, ideologische Einflüsse zu überwinden, welche die Forschung und den Aufbau von Hochschulen behinderten.

Amat Al Aleem Alsoswa, Stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen und Regionaldirektorin des Entwicklungsprogramms der Weltorganisation für die arabischen Staaten, bezog sich ebenfalls auf mangelndes Wissen. Dieses behindere die Entwicklung der Region.

Sie beschrieb ihre Vision, die Wissensbasis der arabischen Welt zu verbreitern. Dazu gehörten das Recht auf freie Meinungsäußerung und Meinungsbildung, bessere Bildungschancen, Forschung, technische Entwicklung und der Aufbau eines arabischen Bildungsmodells.

Dr. Abdulaziz Othman Altwaijri, Generaldirektor der Islamischen Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur, nannte die Wissenskonferenz Teil einer chancenreichen Zukunftsvision, die den Arabern viele Türen öffnen werde. Seine Organisation wolle der Maktoum-Stiftung mit der eigenen Erfahrung dabei helfen, eine Wissensbasis für die Region zu entwickeln.

Die Mohammed Bin Rashid Al Maktoum-Stiftung verfügt über ein Gründungskapital von 10 Milliarden US-Dollar. Ihr Ziel ist es, durch Investitionen in den gesellschaftlichen Fortschritt, die Entwicklung von Wissen und höhere Bildung eine intellektuelle Infrastruktur in der arabischen Welt aufzubauen.

Christian Motzer | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.hillandknowlton.com

Weitere Berichte zu: Entwicklungsprogramm Wissensbasis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltrekord an der Uni Paderborn: Optische Datenübertragung mit 128 Gigabits pro Sekunde

26.04.2018 | Informationstechnologie

Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Berner Mars-Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

26.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics