Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ministerin stellt in Ulm neues Element der Pharma-Initiative des BMBF vor

26.10.2007
Schavan: "Bioregion Ulm hat das Know-how für Innovationen"
Zehn Millionen Euro für innovative Trennprozesse in der Biotechnologie

Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat am Freitag in Ulm ein weiteres Element der Pharma-Initiative der Bundesregierung vorgestellt: Mit bis zu zehn Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden drei Jahren die Entwicklung neuer Aufreinigungstechniken für biotechnologische Produkte.

"In diesem Bereich liegt eine der größten Herausforderungen für die biopharmazeutische Branche", sagte Schavan anlässlich einer Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen der Bioregion Ulm. "Auf die Entwicklung neuer Verfahren zu setzen, ist hier dringend notwendig".

Um hohe Qualitätsstandards bei der Herstellung biotechnologischer Produkte, insbesondere bei der Arzneimittelentwicklung sicherzustellen, ist die Reinigung der Produkte entscheidend. Hier werden beispielsweise mechanische und thermische Aufreinigungstechniken wie Zentrifugation und Kristallisation eingesetzt.

Die Effizienz biotechnologischer Produktionsverfahren konnten in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden. Der Engpass liegt nun am Ende des Herstellungsprozesses, bei der Aufreinigung der Produkte. Die Notwendigkeit, hierfür neue Verfahren zu entwickeln, ist in den letzten Jahren immer dringlicher geworden. Da die Aufreinigung einen erheblichen Kostenfaktor für biopharmazeutische Arzneimittel darstellt, kommen neue und preiswertere Aufreinigungstechnologie letztlich auch den Patienten zugute.

Die neue BMBF-Fördermaßnahme ist Teil der Pharma-Initiative, die das BMBF im Sommer ins Leben gerufen hat. Dafür stehen bis zum Jahr 2011 insgesamt 800 Millionen Euro zur Verfügung. Die Pharma-Initiative verknüpft Aktivitäten in der Gesundheitsforschung und Biotechnologie und hilft, Lücken im Innovationsprozess der Medikamentenentwicklung zu schließen.

Schavan betonte die Bedeutung der Region Ulm für den Pharmastandort Deutschland: "Die Biotechnologie ist heute insbesondere für die innovative Arzneimittelentwicklung nicht mehr wegzudenken. Deutschland muss das Potenzial der Biotechnologie für den Pharmastandort ausschöpfen. Gerade die Unternehmen in der Region Ulm zeigen, dass Deutschland dafür das nötige Know-how besitzt." Schavan hob außerdem hervor, dass in und um Ulm sichtbar werde, dass sich Forschung lohnt und Investitionen in Innovationen auszahlen: "Die Ulmer Region hat sich zum zweitstärksten Pharmastandort Deutschlands entwickelt."

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/de/10540.php
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie