Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gegen den Strich gebürstet: Regionalstudien als Kompetenzressourcen

26.10.2007
Stifterverband stellt Publikation über "Regionalstudien in Deutschland" der Öffentlichkeit vor.

Regionalwissenschaften helfen, das Wissen über fremde Welten zu vertiefen. Sie stehen für den überfälligen Perspektivwechsel beim Blick auf die Welt in Globalisierungsprozessen und besitzen weit gefächerte Expertise: nicht nur für die Politik, sondern auch für die Wirtschaft - gerade da, wo die klassischen Beratungsdisziplinen Politik- und Wirtschaftswissenschaften an ihre Grenzen stoßen. Besonders mittelständische deutsche Unternehmen können von dieser Expertise profitieren.

Dies ist eine zentrale These des vom Stifterverband geförderten Buches "Wissenschaft und Wirtschaft in der Globalisierung. Regionalstudien in Deutschland" der Berliner Publizistin Susanne Weiss. Im Rahmen einer Buchpräsentation stellte der Stifterverband es jetzt in Berlin vor.

Das Buch zeigt exemplarisch Fächer, Hochschulen und Institute mit ausgewiesener Regionalexpertise. Es bringt Beispiele für eine bestimmte Art von Forschung, die sich von anderen Disziplinen, die ebenfalls über die ganze Welt reden, unterscheidet. "Es ist ein Buch über weltläufige Wissenschaft, die erst einmal innehält, bevor sie anfängt zu reden", so die Autorin Susanne Weiss. Und es zeigt Beispiele über weltläufige Unternehmer, die sich bewusst mit den Gegebenheiten ihres Gastlandes auseinandersetzen.

"Die Geschichte, wie sie sich Europa oder 'der Westen' erzählt, ist in diesem Buch gegen den Strich gebürstet, die Geschichten über Wissenschaft und Wirtschaft stecken so voller Mythenkiller, dass die eigen Perspektive angenehm ins Wanken gerät", betonte Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes, anlässlich der Präsentation.

In vier Kapiteln über Afrika, den Nahen Osten, Asien und Amerika - das hier bewusst nicht mit den USA gleichgesetzt ist - erzählt das Buch in anschaulicher Sprache über das weite Spektrum der Regionalstudien in Deutschland. Und es zeigt, wie sehr diese Wissenschaften als nie versiegende Kompetenzressourcen für ein Land dienen können, das Anspruch auf eine führende Rolle in Politik und Wirtschaft erhebt.

Doch die deutschen Hochschulen müssen erst noch begreifen, mit welchen Pfunden sie hier wuchern können. Andreas Schlüter:"Je mehr Expertise von den so genannten Kleinen Fächern abgefragt wird, je mehr sie also erkennbar und nachvollziehbar an relevanten Entscheidungen teilhaben, können sie in der Folge ein neues Selbstbewusstsein entwickeln."

Susanne Weiss: Wissenschaft und Wirtschaft in der Globalisierung. Regionalstudien in Deutschland. 196 Seiten. ISBN 978-3-9811876-0-1. Weiss.von Richthofen Verlag, Berlin 2007. Halbleinen 39,95 Euro/ Broschur 32,95 Euro.

Bezug über den Verlag (oder über den Buchhandel):
www.weiss-von-richthofen.de
verlag@weiss-von-richthofen.de

Michael Sonnabend | idw
Weitere Informationen:
http://www.weiss-von-richthofen.de
http://www.stifterverband.de/

Weitere Berichte zu: Expertise Globalisierung Kompetenzressource Regionalstudie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden «Krebssignatur» in Proteinen

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wichtiger Prozess für Wolkenbildung aus Gasen entschlüsselt

05.12.2016 | Geowissenschaften

Frühwarnsignale für Seen halten nicht, was sie versprechen

05.12.2016 | Ökologie Umwelt- Naturschutz