Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

LMU schließt Forschungskooperation mit der Universität Tokio

25.10.2007
Der Präsident der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, Professor Bernd Huber, und der Präsident der Universität Tokio (Todai), Professor Hiroshi Komiyama, haben in Tokio eine Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Hochschulen für die Forschung unterzeichnet. Ziel ist es, die wissenschaftliche Zusammenarbeit vor allem in den Naturwissenschaften auszubauen, den Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu fördern und die Nachwuchsförderung zu stärken.

Damit vertiefen beide Hochschulen ihre bereits bestehende Zusammenarbeit, deren Schwerpunkt bislang im erfolgreichen Austausch von Studierenden lag. Ähnlich wie die LMU, die bereits in der ersten Runde der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern zur "Exzellenzuniversität" gekürt worden ist, ging auch die Universität Tokio sehr erfolgreich aus einer vergleichbaren Initiative in Japan hervor.

"Ich freue mich sehr, dass wir nun zu unserer bestehenden Zusammenarbeit ein Forschungsabkommen mit der Universität Tokio, einer der weltweit renommiertesten Hochschulen, abgeschlossen haben", sagte LMU-Präsident Huber nach Unterzeichnung des Abkommens. "Damit bauen wir unser Netz der internationalen Kooperationen im Bereich der Naturwissenschaften aus."

Ebenso äußerte sich auch Präsident Komyiama hoch zufrieden über die vertiefte Partnerschaft zwischen der Universität Tokio und der LMU: "Unsere Universität freut sich, die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der LMU München auszubauen. Ich unterstütze diese neue Kooperation im Bereich der Naturwissenschaften und freue mich darauf, sie mit Leben zu füllen."

Im Fokus des neuen Kooperationsprogramms stehen insbesondere die Fächer Physik, Chemie und Biologie. Hierbei sollen Forscherinnen und Forscher beider Universitäten gemeinsam Fragestellungen nachgehen. Zu den Forschungsvorhaben sollen gemeinsame Workshops und internationale Konferenzen abgehalten und die Forschungsergebnisse anschließend gemeinsam publiziert werden. Die LMU richtet hierfür eine Gastprofessur für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Tokio ein. Im Gegenzug erhalten Professorinnen und Professoren der LMU die Gelegenheit, an der Universität Tokio zu forschen. Daneben sollen weitere Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler sowie Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher beider Universitäten in die Forschungskooperation eingebunden werden.

Die LMU finanziert ihren Anteil am Kooperationsprogramm aus Mitteln der Exzellenzinitiative. Ein wichtiges Ziel des Zukunftskonzepts LMUexellent ist es, durch Schlüsselkooperationen mit weltweiten Spitzenuniversitäten die Position der LMU als herausragende deutsche Forschungsuniversität international weiter auszubauen. Im August dieses Jahres wurde eine aus der Exzellenzinitiative finanzierte Kooperation der LMU München mit der amerikanischen Spitzenuniversität University of California, Berkeley in den Geisteswissenschaften abgeschlossen.

Luise Dirscherl | idw
Weitere Informationen:
http://www.lmu.de/lmu_excellent

Weitere Berichte zu: Exzellenzinitiative LMU Naturwissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften