Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wirtschaftsstudenten verschmähen den Mittelstand als Arbeitgeber

17.04.2002


’impulse’-Umfrage unter 1.500 BWL-Studenten

Nur jeder dritte Betriebswirtschaftsstudent kann sich vorstellen, in einem mittelständischen Unternehmen zu arbeiten / Mittelständler vernachlässigen Personal-Marketing

BWL-Studenten erteilen dem Mittelstand eine deutliche Abfuhr: Nur jeder Dritte von ihnen kann sich vorstellen, dort nach dem Studium tatsächlich zu arbeiten. Das geht aus einer exklusiven Umfrage des Wirtschaftsmagazins ’impulse’ (Ausgabe 5/2002, EVT 18. April) unter 1.500 BWL-Studenten hervor. Für ’impulse’ und den Wiesbadener Software-Anbieter Autinform hat der Bonner Europressedienst 1.500 BWL-Studenten von 19 Unis und Fachhochschulen ausführlich befragt. Von ihnen wollen mehr als die Hälfte (53 Prozent) ihre Karriere lieber in einem Großkonzern starten. Ganz oben in der Gunst stehen dabei Daimler-Chrysler, Siemens und BMW.

Der Mittelstand bietet den Absolventen mit abwechslungsreicher Arbeit und einem hohen Maß an Eigenverantwortung zwar genau das, was viele BWLer von ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwarten. Als größtes Defizit wird von den Studenten allerdings der Mangel an Aufstiegs- und Weiterbildungschancen gesehen, belegt die Studie. Auch das Gehalt entspricht nicht den Vorstellungen der BWL-Studenten: So erhoffen sich die Studenten laut ’impulse’-Umfrage ein Einstiegsgehalt von rund 47.000 Euro - das kann kaum ein Mittelständler bezahlen. Und auch die Hitliste der bevorzugten Branchen spricht nicht gerade für den Einstieg im Mittelstand: Denn fast ein Drittel der befragten BWLer favorisiert als ersten Arbeitgeber Unternehmensberatungen (33 Prozent), gefolgt von Banken, Versicherungen (31 Prozent) und Automobilherstellern (25 Prozent). In den mittelstandsdominierten Branchen Maschinenbau und Handwerk sehen sich dagegen nur jeweils etwa zwei Prozent der zukünftigen Diplomkaufleute.

Zudem macht die ’impulse’-Umfrage deutlich: Der Mittelstand spielt beim Werben um die besten Talente seine Vorzüge nicht entsprechend aus. Ein professionelles Personalmarketing betreibt fast keine der Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern: Sie sind weder an der Uni präsent, noch nutzen sie Praktikums- oder Stellenbörsen im Internet und vergeben damit die Chance, schon frühzeitig mit den High-Potentials in Kontakt zu kommen. So haben nur 15 Prozent der befragten Studenten in der Hochschule jemals irgendetwas über ein konkretes mittelständisches Unternehmen erfahren. Und auch in den Internet-Stellenbörsen, die knapp 57 Prozent der Examenskandidaten laut ’impulse’-Umfrage zur Stellensuche nutzen, präsentieren sich nur wenige Mittelständler.

Carsten Prudent | ots

Weitere Berichte zu: Mittelstand Mittelständler

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten