Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grundstein für eine neue internationale Universität gelegt

22.10.2007
Renommierte Akademiker aus der ganzen Welt setzen mit einem Symposium zur globalen wissenschaftlichen Forschung ein Zeichen

König Abdullah bin Abdulaziz Al Saud, Hüter der Beiden Heiligtümer, hat den offiziellen Grundstein für die neue internationale King Abdullah University of Science and Technology (KAUST), eine neue wissenschaftlich-technische Universität für Masterstudenten und Doktoranden, gelegt. Hierzu hat König Abdullah gestern eine Versammlung von über 1.500 Würdenträgern aus der ganzen Welt in Saudi-Arabien empfangen.

Die King Abdullah University of Science and Technology (KAUST)ist eine der weltgrößten Universitätsstiftungen. Mit ihrem Programm rekrutiert die Universität die besten Dozenten und Studenten.

Kooperationen mit renommierten Forschungsinstituten aus verschiedenen Kontinenten sind bereits vereinbart. Damit befindet sich KAUST in einer hervorragenden Ausgangsposition, um im Königreich, der Golfregion sowie international zu einem führenden Zentrum für Wissenschaft und Fortschritt zu werden. Mit dem Bau der Anlage am Ufer des Roten Meeres wurde bereits begonnen. Die Universität wird ihre Pforten voraussichtlich im September 2009 öffnen.

KAUST ist ein persönliches Projekt König Abdullahs. Er hat in den letzten Jahren im Königreich eine Steigerung der Investitionen in Bildung und Wirtschaft angeregt und überwacht. Als Verantwortlichen für die Entwicklung von KAUST wählte König Abdullah Seine Exzellenz, Ölminister Ali Ibrahim Al-Naimi aus.

"KAUST entspricht der jahrzehntelangen Vision Seiner Majestät, König Abdullahs, eine international führende Universität in Saudi-Arabien zu gründen. Wir möchten die besten Köpfe aus Wissenschaft und Technik anziehen, um den globalen Fortschritt voranzubringen", so Al-Naimi. "Und tatsächlich wird diese Vision nun Realität."

Auch der Interimspräsident von KAUST, Nadhmi Al-Nasr, betonte die Rolle der internationalen Universität für Saudi-Arabien und die Welt.

"KAUST wird mit den führenden Instituten zusammenarbeiten und die größten wissenschaftlichen Talente aus aller Welt anziehen. Studenten aus Deutschland, die einen Hochschulabschluss erlangt haben, haben bereits einen großen Beitrag im Bereich Wissenschaft und Technik geleistet. Wir hoffen, die besten Masterstudenten und Doktoranden aus Deutschland für KAUST gewinnen zu können. Wir möchten mit diesen Fachleuten neue Technologien entwickeln, die sowohl der Region als auch der gesamten Menschheit nützen werden", so Al-Nasr. "KAUST soll zudem die wissensorientierte Wirtschaft Saudi-Arabiens stärken und diversifizieren."

Im Rahmen des Festaktes zur Grundsteinlegung von KAUST findet am 22. Oktober außerdem ein besonderes akademisches Symposium mit dem Titel "Die Rolle der Forschungsuniversität im 21. Jahrhundert" statt, an dem einflussreiche Wissenschaftler und Akademiker aus der ganzen Welt teilnehmen werden.

Zu den Teilnehmern dieser Konferenz gehören:

- Seine Exzellenz Khalid Al-Sultan, Rektor der King Fahd University for Petroleum and Minerals*
- Seine Exzellenz Mohammed Al-Suwaiyel, Präsident der King Abdulaziz City for Science and Technology
- Olivier Appert, Präsident des Institut Français du Pétrole*
- Robert Brown, Präsident der Boston University
- Paul Ching-Wu Chu, Präsident der Hong Kong University of Science & Technology
- Marye Anne Fox, Kanzlerin der University of California San Diego
- John Hegarty, Dekan des Trinity College, Dublin
- Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München
- Karen Holbrook, Emeritierte Präsidentin, Ohio State University*
- Frank H. T. Rhodes, Emeritierter Präsident, Cornell University
- Fawwaz T. Ulaby, Williams Professor, Elektrotechnik und Computerwissenschaft, University of Michigan

- Dr. Charles M. Vest, Präsident der National Academy of Engineering und Emeritierter Präsident des MIT

*Mitglieder des Internationalen Beratungskomitees für die KAUST

"Mit diesem Symposium möchten wir zeigen, dass KAUST schon jetzt eine wichtige Rolle spielt, um international führende Köpfe anzuziehen. Wir möchten in Zukunft mit anderen leitenden Instituten zusammenarbeiten, um Innovationen und neue Entdeckungen zu machen", erläuterte Ahmad Al-Khowaiter, vorläufiger Dekan von KAUST.

Das akademische Modell von KAUST ist um vier Forschungsinstitute mit verschiedenen Forschungszentren strukturiert, die sich jeweils bestimmten Themen oder Problemen widmen, und somit untereinander von den wissenschaftlichen und technischen Studien profitieren können.

Während der 12-monatigen Planungszeit für die Universität hat KAUST bereits Partnerschaften mit einigen weltweit führenden Forschungsinstituten geschlossen. Dazu gehören formale Vereinbarungen mit der Woods Hole Oceanographic Institution in den USA, dem indischen Institute of Technology in Bombay, Indien, dem Institut Français du Pétrole in Frankreich, der National University of Singapore und der Amerikanischen Universität in Kairo. Diese Beziehungen sollen dazu dienen, Innovationen zu fördern und führende Köpfe aus Wissenschaft und Technik anzuziehen.

Über KAUST

Die King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) wird in Saudi-Arabien als internationale Forschungsuniversität für Masterstudenten und Doktoranden errichtet. Sie soll ein neues Zeitalter für wissenschaftliche Erfolge im Königreich, der Region und der ganzen Welt einläuten. Als unabhängige, leistungsorientierte Institution wird KAUST viele der "best practices" führender Forschungseinrichtungen umsetzen und Spitzenforschern aus der ganzen Welt und den unterschiedlichsten Kulturkreisen die Möglichkeit zur Zusammenarbeit bieten, um Lösungen für die größten Herausforderungen aus Wissenschaft und Technik zu finden. Das globale Forschungs- und Bildungsnetzwerk von KAUST wird zahlreiche Talente sowohl aus den eigenen Reihen als auch von anderen führenden Universitäten und Forschungseinrichtungen mit gemeinsamen Forschungsprojekten und Stipendienprogrammen für Studenten unterstützen. Der Campus, der sich über 36 Millionen Quadratmeter am Roten Meer in Thuwal erstreckt, soll im September 2009 eingeweiht werden.

David Hart | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kaust.edu.sa

Weitere Berichte zu: Exzellenz Königreich Saudi-Arabien

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Meilenstein in der Forschung: Enabling Innovation
06.09.2017 | Rheinische Fachhochschule Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Eine detaillierte Waldkarte des blauen Planeten

26.09.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index steigt weiter

26.09.2017 | Wirtschaft Finanzen