Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Institut für Energie- und Umwelttechnik gründet neues Technikum zur Erforschung von Nanomaterialien

27.09.2007
Innovationsministerium fördert Forschungsprojekt in Duisburg mit 2,4 Millionen

Am Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA) in Duisburg entsteht in Zusammenarbeit mit dem Institut für Verbrennung und Gasdynamik (IVG) der Universität Duisburg-Essen ein Technikum zur Erzeugung von hochspezifischen Nanopartikeln. Nanopartikel mit besonderen Eigenschaften werden beispielsweise gebraucht, um Lacke kratzfest oder Fensterscheiben selbstreinigend zu machen. Ziel der Forscher am neuen Technikum ist, die Partikel auf ihre Verwendbarkeit in der industriellen Produktion zu erforschen und neuartige Nanomaterialien zu entwickeln.

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie fördert das Projekt über einen Zeitraum von zwei Jahren mit einer Gesamtsumme von 2,4 Millionen Euro. Das Technikum wird seine Arbeit im Frühjahr des kommenden Jahres aufnehmen. Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart sagte: "Die Nanotechnologie ist ein zentrales Zukunftsfeld für Nordrhein-Westfalen. Dafür muss die Nanotechnologie das Labor verlassen und neue Märkte erschließen. Genau dazu wird das Technikum in Duisburg beitragen."

Bisher gab es vor allem eine Schwierigkeit bei der Umsetzung der neuartigen Nanomaterialien in Produkte: Die Erzeugung der Nanopartikel ist sehr aufwändig, so dass sie nicht in ausreichender Menge für die anwendungsbezogene Forschung zur Verfügung stehen. In der industriellen Produktion können aber nur Materialien eingesetzt werden, die umfassend erforscht und getestet worden sind. Das Projekt am IUTA ermöglicht nun die Erzeugung hochspezifischer Nanopartikel in den für die Forschung erforderlichen Mengen. Eine enge Kooperation mit der Chemiesparte der Evonik Industries AG - ehemals Degussa - ist geplant.

Die Wissenschaftler am IUTA arbeiten auch an der Entwicklung von Nanopartikeln, die über mehrere Eigenschaften verfügen. Je nach Bedarf können diese Eigenschaften mit Hilfe von Lichtimpulsen oder Magnetfeldern an- und abgeschaltet werden, so dass die Nanopartikel beispielsweise ihre Farbe ändern oder Materialien berührungslos heizen.

André Zimmermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovation.nrw.de

Weitere Berichte zu: IUTA Nanomaterialien Nanopartikel Technikum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie