Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie in Nordrhein-Westfalen der Hochschulpakt umgesetzt wird

18.09.2007
Innovationsministerium verabredet mit Hochschulen 26.000 zusätzliche Studienplätze bis 2010

Das Innovationsministerium hat mit den nordrhein-westfälischen Hochschulen verabredet, wie viele Studienplätze in den kommenden Jahren an den einzelnen Standorten zusätzlich entstehen. Dies berichtete Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart am Dienstag in Düsseldorf.

Ebenfalls verabredet ist das Prämienmodell, nach dem das Geld aus dem Hochschulpakt an die Hochschulen verteilt wird. Innerhalb des Hochschulpakts zwischen Bund und Ländern hatte Nordrhein-Westfalen zugesagt, bis 2010 insgesamt 26.000 neue Studienplätze zu schaffen. Dafür stellen Bund und Land den NRW-Hochschulen rund 450 Millionen Euro zur Verfügung. "Ich begrüße außerordentlich, dass sich alle 14 Universitäten und zwölf Fachhochschulen am Hochschulpakt beteiligen", sagte Pinkwart.

"Jeder, der in Nordrhein-Westfalen studieren möchte, erhält einen Studienplatz und eine qualitativ hochwertige Ausbildung", sagte Pinkwart. Dafür ermöglicht das Innovationsministerium den Hochschulen ab dem kommenden Jahr, 540 Professuren für fünf Jahre doppelt zu besetzen. Das heißt, wenn eine Professorin oder ein Professor 2013 emeritiert wird, kann die Nachfolgerin oder der Nachfolger bereits 2008 berufen werden.

Die Verteilung der Gelder an die einzelnen Hochschulen regelt ein Prämienmodell. Das System bietet Anreize, bereits vorhandene Kapazitäten voll auszulasten, es sichert die Qualität des Studiums in bereits ausgelasteten Bereichen, und es setzt einen Schwerpunkt im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften. Die Hälfte aller zusätzlichen Studienplätze wird in dieser Fächergruppe geschaffen. Das Modell sieht für jeden zusätzlichen Studienanfänger, den eine bereits voll ausgelastete Hochschule aufnimmt, eine Prämie von 12.000 Euro vor. In den Natur- und Ingenieurwissenschaften beträgt die Prämie 20.000 Euro.

Von den 26.000 neuen Studienplätzen entstehen rund 15.000 an den Universitäten, 8.500 an den Fachhochschulen und 2.500 im sonstigen Hochschulbereich. Besondere Bedeutung kommt dem Ausbau der Fachhochschulen zu, die einen überdurchschnittlich hohen Anteil der zusätzlichen Studienanfänger aufnehmen. Von den rund 80.000 Studienanfängern im Studienjahr 2005 begannen 54.000 ihr Studium an einer Universität, 17.000 an einer Fachhochschule und 9000 im sonstigen Hochschulbereich (Kunst- und Musikhochschulen und andere Hochschulen).

André Zimmermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovation.nrw.de/hochschulpakt

Weitere Berichte zu: Hochschulpakt Innovationsministerium Prämienmodell

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften