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Bundesregierung erhöht Mittel für die Förderung von Begabten

03.09.2007
Schavan: "Talentförderung muss höheren Stellenwert einnehmen"

Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat am Montag in Berlin gefordert, die zentrale Bedeutung der Talentförderung für die Gesellschaft noch stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern.

Erste Schritte hat die Bundesregierung unternommen: Durch eine Steigerung der Mittel für die Studentenförderungswerke von 80,5 Millionen Euro im Jahr 2005 auf knapp 100 Millionen Euro in diesem Jahr können mehr begabte Studierende gefördert werden als je zuvor. Das BMBF wird den Anteil der Studierenden, die über die vom BMBF finanzierten Begabtenförderungswerke unterstützt werden, innerhalb von vier Jahren um 50 Prozent steigern.

Doch nicht nur der Staat ist hier gefordert. Auch an die Wirtschaft appellierte die Bundesministerin, 10.000 Stipendien für Studierende bereitzustellen. "Wer Spitzennachwuchs will, muss sich auch dafür engagieren", forderte Schavan.

"Deutschland ist auf dem besten Weg, eine international anerkannte Talentschmiede zu werden", sagte Schavan anlässlich des diesjährigen Tages der Talente. Zum zweiten Mal wurden Preisträgerinnen und Preisträger der bundesweiten Schüler- und Jugendwettbewerbe ebenso wie die Teilnehmer der internationalen Wissenschaftsolympiaden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam geehrt.

Knapp 300 Jugendliche, die bei den zahlreichen Bundeswettbewerben wie beispielsweise "Jugend forscht" oder dem Bundeswettbewerb Fremdsprachen ihr Können und ihre Kreativität unter Beweis gestellt haben, hat das BMBF nach Berlin eingeladen. "Wir sind sehr stolz auf diese begabten und engagierten jungen Menschen", sagte die Bundesbildungsministerin.

Das BMBF unterstützt gemeinsam mit den Ländern seit mehr als 20 Jahren viele bundesweite Wettbewerbe im Bildungswesen. Derzeit stehen knapp fünf Millionen Euro pro Jahr für die Wettbewerbe zur Verfügung, für die Begabtenförderung insgesamt über 123 Millionen Euro. Der Tag der Talente wird seit 2006 vom BMBF veranstaltet. Er dient als Plattform für den gemeinsamen Dialog zwischen Experten aus Politik, Bildung und Wissenschaft und den Nachwuchstalenten. Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Begabtenförderung und zu beruflichen Chancen.

Das BMBF wird noch in diesem Jahr die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) bei der Durchführung des Pilotprojektes MINToring unterstützen. MINToring (MINT + Mentoring = MINToring) ist ein Mentorenprogramm, in dem naturwissenschaftlich und technisch begabte Schülerinnen und Schüler von Stipendiatinnen und Stipendiaten verschiedener Begabtenförderungswerke betreut und in ihrer Studienfachwahl beraten werden sollen. Ziel des im Herbst 2007 anlaufenden Projektes ist es, Ängste vor der Aufnahme eines natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Studiums abzubauen.

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