Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Land fördert Aufbau des Forschungszentrums "Hörforschung"

20.08.2007
Hörforscher machen sich fit für die nächste Runde der Exzellenzinitiative

Forschungszentren, die im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder in der ersten Auswahl ihre Qualität unter Beweis gestellt haben, werden vom Land Niedersachsen mit insgesamt 10,5 Millionen Euro gefördert. 3,75 Millionen Euro gehen an die die gemeinsame Initiative der Universität Oldenburg, der Medizinischen Hochschule Hannover und weiterer Hannoveraner Hochschulen zum Thema "Hören und seine Störungen". Diese Fördermittel sollen der Initiative helfen, sich fit zu machen für die nächste Runde der Exzellenzinitiative.

"Mit Hilfe dieser Gelder können wir einige der im Rahmen der Exzellenzinitiative geplanten Maßnahmen umsetzen und die Aufbauarbeit für ein international sichtbares Exzellenzzentrum zum Thema Hören im Norden unserer Republik vorantreiben", kommentieren die Sprecher der Initiative, der Zoologe Prof. Dr. Georg Klump und der Physiker und Arzt Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, die Entscheidung des Landes. Der Vizepräsident für Forschung, Prof. Dr. Reto Weiler, begrüßt die Initiative des Landes, die Universitäten gezielt beim Ausbau ihrer anerkannten Forschungskerne zu unterstützen. "Und natürlich freuen wir uns, dass unsere Universität dabei partizipiert", so Weiler.

Mit der Initiative sollen die anerkannten Stärken in der grundlagenorientierten und in der angewandten und klinischen Hörforschung durch die Zusammenarbeit der Universität Oldenburg mit der Medizinischen Hochschule Hannover ausgebaut werden. So soll ein international sichtbares Exzellenzzentrum rund um das Thema Hören, seine Störungen und die Wiederherstellung des Hörvermögens entwickelt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden mit Hilfe der Förderung und finanziert durch Mittel der beiden Hochschulen in Oldenburg und Hannover im Jahr 2008 insgesamt acht Professuren neu berufen, deren Forschung auf das Thema "Hören" ausgerichtet ist. "Damit wird ein in Europa einzigartiger Schwerpunkt der Hörforschung gebildet", kommentiert Prof. Klump die Entwicklung.

Die geplante Forschung ist von großer Bedeutung für die vielen Menschen mit einer Störung des Gehörs. Schon jetzt leiden mehr als 15 Prozent der Bevölkerung unter einer Schädigung des Gehörs, eine Zahl, die mit der sich verändernden Altersstruktur unserer Bevölkerung weiter zunehmen wird. Durch die Verknüpfung von interdisziplinärer Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Forschung und klinischer Praxis sollen die Diagnosen von Hörschäden und das Verständnis der Ursachen der Störungen des Gehörs verbessert werden. So soll eine bessere, auf die Ursachen abgestimmte Behandlung der Hörstörungen erreicht werden. Zum anderen soll die Forschung die Funktion von Hörgeräten und Cochlea Implantaten verbessern helfen und so den Menschen die bessere Einbindung in ihr Umfeld ermöglichen.

Kontakt: Prof. Dr. Georg Klump, Tel.: 0441/798-3400, E-Mail: georg.klump@uni-oldenburg.de; Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Tel.: 0441/798-5470, Fax: 0441/798-3902, E-Mail: birger.kollmeier@uni-oldenburg.de

Gerhard Harms | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-oldenburg.de/uni/25746.html

Weitere Berichte zu: Exzellenzinitiative Exzellenzzentrum Gehör Hörforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau