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Bessere Forschungsbedingungen unter einem Berliner Dach: Zusammenschluss von BESSY und HMI

15.08.2007
Die beiden Berliner Forschungseinrichtungen Hahn-Meitner-Institut (HMI) und BESSY werden zusammengeführt. Das haben heute die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, und der Berliner Wissenschaftssenator, Jürgen Zöllner, bekannt gegeben. Das HMI gehört zur Helmholtz-Gemeinschaft, BESSY zur Leibniz-Gemeinschaft. Auch die Präsidenten der beiden Forschungsorganisationen begrüßen die Fusion, da so bessere Forschungsbedingungen für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geschaffen werden.

Die Berliner Elektronenspeicherring-Gesellschaft für Synchrotronstrahlung (BESSY) liefert mit ihrem Großgerät extrem brillante Lichtstrahlen von der langwelligen Terahertz-Region bis hin zur harten Röntgenstrahlung. Mit Hilfe der Strahlung können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die Oberflächenbeschaffenheit und Materialstruktur von Stoffen schließen. Mit Neutronenstrahlen, wie sie der Forschungsreaktor am Hahn-Meitner-Institut liefert, können die Forscher tief in Materialien hineinschauen und sie komplett durchdringen. Die beiden Strahlungsquellen ergänzen sich also optimal.

"Das ist eine echte win-win-Situation. Gerade in den Materialwissenschaften aber auch in der Photovoltaik wird das neue Helmholtz-Zentrum die Berliner Forschungslandschaft bereichern und internationale Ausstrahlungskraft haben. Die Forschungsprojekte passen sehr gut in das Profil der Helmholtz-Gemeinschaft und die kombinierte Nutzung von Neutronen und Photonen unter einem Dach ist weltweit herausragend", so Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

"Bei BESSY handelt es sich um eine Forschungsstätte von internationalem Rang, die unlängst mit herausragendem Ergebnis evaluiert wurde. Wir waren deshalb sehr stolz darauf, BESSY in unseren Reihen zu wissen. Gleichwohl ist es mit Blick auf den Charakter von BESSY als Großforschungseinrichtung sinnvoll, die Einrichtung in die Helmholtz-Gemeinschaft zu überführen. Wir sind immer darum bemüht, den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die besten Rahmenbedingungen für Ihre Forschung zu verschaffen", sagt Ernst Theodor Rietschel, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft. "Mit dem Ausscheiden einer Einrichtung aus der Leibniz-Gemeinschaft wird auch die Aufnahme neuer Mitglieder erleichtert - und die Liste der Interessenten ist lang. Erst kürzlich beschloss die Bund-Länder-Kommission die Aufnahme vier neuer Forschungseinrichtungen in die Leibniz-Gemeinschaft."

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Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 25.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 83 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten interdisziplinär und verbinden Grundlagenforschung mit Anwendungsnähe. Sie pflegen intensive Kooperationen mit Hochschulen, Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Das externe Begutachtungsverfahren der Leibniz-Gemeinschaft setzt Maßstäbe. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen 13.777 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und haben einen Gesamtetat von 1,1 Milliarden €.

Thomas Vogt | idw
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