Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Interkulturelle Kompetenzen und Projektmanagement in EU-Forschungsprojekten

11.07.2007
Steinbeis-Europa-Zentrum und ZAK führen Weiterbildung durch

Zum zweiten Mal führte das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) in Kooperation mit dem Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaften der Universität Karlsruhe (ZAK) im Juni und Juli 2007 das viertägige Blockseminar "Interkulturelles Forschungsmanagement" in Karlsruhe durch. Nach einer Einführung ins Projektmanagement und in die interkulturellen Aspekte bei multikulturellen Forschungsteams, nehmen die Teilnehmer - überwiegend Wissenschaftler aus baden-württembergischen Hochschulen und Forschungszentren- an einem Planspiel teil.

Aufgabe ist es, als Gruppe einen fiktiven EU-Antrag zu schreiben und beim Projekt Officer der Europäischen Kommission - gespielt von den Mitarbeitern des SEZ, einem Experten der Universität Mannheim und einer Expertin der Universität Straßburg - einzureichen. Im zweiten Teil des Seminars müssen die Gruppen ihren Projektantrag in einem simulierten Hearing den Gutachtern der EU vorstellen und verteidigen. Dabei stehen nicht nur die technologische Exzellenz und die europäische Dimension des Projektvorhabens im Vordergrund, sondern vor allem die Rollenaufteilung unter den Projektpartnern sowie Prozesse der Gruppen- und Themenfindung.

Auf welche Herausforderungen treffen die Partner bei der Übernahme ihrer Rolle,
z. B. als polnische Universität in einem Konsortium mit vier weiteren internationalen Partnern? Welche Regeln handelt die Gruppe aus? Wie kommuniziert die Gruppe untereinander? Wie werden Konflikte und kritische Momente gelöst? Diese Fragen werden thematisiert und können im Planspiel erlebt werden. Am Ende steht die Reflektion darüber. Die Teilnehmer erleben, wie in kurzer Zeit und im Rahmen knapper Ressourcen ein Konsortium etabliert werden muss und ein gemeinsamer Antrag entstehen soll. Dies trifft tatsächlich auch die Situation in der Realität eines internationalen Konsortiums, das entschieden hat, ein europäisches Projekt durchzuführen. Das ZAK lieferte den fachlichen Teil zum Thema interkulturelle Kompetenzen, Kommunikation und Teamentwicklung in multikulturellen Kontexten.

Die Fortbildung des Steinbeis-Europa-Zentrums wird von der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert und richtet sich an Nachwuchswissenschaftler und Vertreter von Forschungseinrichtungen. Das Steinbeis-Europa-Zentrum gibt hier seine langjährigen Erfahrungen in der EU-Antragstellung und im Projektmanagement von EU-Projekten weiter. Das SEZ macht es sich seit über 16 Jahren zur Aufgabe, baden-württembergischen Organisationen den Weg nach Europa zu erleichtern und die Region europaweit mit Partnern aus Forschung und Innovation zu vernetzen. Es führt die Organisationen an europäische Projekte heran und begleitet deren Teilnahme, zugleich ist es an über 20 eigenen EU-Projekten als Partner oder Koordinator beteiligt.

Ein über das Projekt EU-Trends hinausgehender Schwerpunkte des SEZ ist es im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie als Nationale Kontaktstelle für KMU (NCP KMU) in Baden-Württemberg zu agieren. Die Angebote der NCP KMU zielen darauf ab, kleine und mittlere Unternehmen bei der Teilnahme am 7. Forschungsrahmenprogramm der EU zu unterstützen. Zugleich ist das SEZ die EU-Beratungsstelle für die Hochschulen in Baden-Württemberg im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Kontakt:
Dr. Jonathan Loeffler, Leiter Steinbeis-Europa-Zentrum Karlsruhe
Public Relations: Anette Mack M.A., Email: mack@steinbeis-europa.de, Tel: 0711-1234023
Steinbeis-Europa-Zentrum
Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Str. 19
70174 Stuttgart
Tel: 0711-1234010, Fax: 0711-1234011,
Email: info@steinbeis-europa.de, www. steinbeis-europa.de
Leiter: Prof. Dr. Norbert Höptner, Europabeauftragter des Wirtschaftsministers Baden-Württemberg, Dr.-Ing. Petra Püchner, Dr. rer nat Jonathan Loeffler

Anette Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.eutrends-bw.de

Weitere Berichte zu: Interkulturell KMU Konsortium Projektmanagement SEZ ZAK

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie