Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studierende fit für den Job machen: Arbeitsmarktkompetenzen stärken, Persönlichkeiten bilden!

09.07.2007
BMBF-Staatssekretär Andreas Storm: "Wir brauchen strategische Allianzen zwischen Hochschulen und Unternehmen!"

Um erfolgreich im Arbeitsleben zu sein brauchen Studierende ein ganzes Bündel an berufsrelevanten Qualifikationen und Kompetenzen. Dazu gehören fachliche und methodische Kompetenzen ebenso wie personale und soziale. Die Beschäftigungsfähigkeit zu stärken ist ein zentrales Ziel des Bologna-Prozesses. Dies erklärten das Bundesbildungsministerium (BMBF), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am Montag gemeinsam im Rahmen einer Tagung zu diesem Thema in Berlin.

Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, sagte: "Wir brauchen strategische Allianzen zwischen Hochschulen und Unternehmen, von denen nicht nur der Innovationsstandort Deutschland profitiert, sondern in erster Linie die Absolventinnen und Absolventen. "Studied in Germany", das muss ein Markenzeichen für eine Hochschulausbildung sein, die höchste Qualität für Forschung und Praxis garantiert."

Gute Fachkräfte sind das beste Argument für den Standort Deutschland. Wie die Teilnehmer der von BDA/BDI und BMBF veranstalteten Tagung betonten, ist die Vermittlung der Beschäftigungsfähigkeit an den Hochschulen ein wichtiges Thema für Studierende, deren Karrierechancen davon abhängen und für die Hochschulen, die an ihrer Ausbildungsleistung gemessen werden. Die Vertreter der deutschen Wirtschaft machten gleichzeitig klar, dass sie die Hochschulen bei dieser Aufgabe nach Kräften unterstützen werden, und dass sie neben der Gewinnung von ausländischen Fachkräften in erster Linie auf die Ausbildung im Land setzen.

... mehr zu:
»BDA »BDI »Beschäftigungsfähigkeit »KMK

"Für die Beschäftigungsfähigkeit sind in erster Linie die Hochschulen verantwortlich. Sie müssen dafür sorgen, dass die Absolventen das notwendige Rüstzeug mit auf den Weg bekommen. Die deutsche Wirtschaft unterstützt die Hochschulen dabei schon heute intensiv. Unternehmensvertreter stehen Hochschulen bei der Konzeption neuer Studiengänge mit Rat und Tat zur Seite, sie geben Feedback, welche Kompetenzen in den Unternehmen gebraucht werden. Ebenfalls arbeiten viele Unternehmensvertreter in Akkreditierungsagenturen mit, unterstützen den Aufbau von "Career Services", übernehmen Lehrtätigkeiten an Hochschulen und bieten den Lehrkräften Einblicke in die Unternehmenspraxis. Dieses Engagement werden die Unternehmen fortsetzen und weiter ausbauen. Wir wünschen uns aber auch, dass die Hochschulen noch offensiver auf die Unternehmen zugehen und ihrerseits signalisieren, wo sie konkrete Hilfestellungen von den Unternehmen erwarten", erklärten BDA und BDI.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium Andreas Storm sagte auf der Tagung: "Ob Deutschland zu den Gewinnern der Globalisierung gehören wird, hängt in entscheidendem Maße von der eingeleiteten Modernisierung unseres Hochschulwesens ab. Ein zentraler Baustein dieser Modernisierung besteht dabei in der stärkeren Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. Beide Seiten können nur gewinnen, wenn sie sich auf langfristige und berechenbare Partnerschaften einlassen und dauerhafte Strukturen des Wissenstransfers geschaffen werden. Die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit wurde im Kommuniqué der Bologna-Ministerkonferenz in London als prioritäres Handlungsfeld benannt. Hochschulen, Unternehmen und Politik sind nun gefordert, gemeinsam mit den Studierenden hierfür die besten Bedingungen zu schaffen."

"Im Konzert der Bildungsinstitutionen liefern die Hochschulen eine wissenschaftliche Qualifikation, die methoden- und forschungsorientiert ist", erklärte der Vizepräsident für Studium und Lehre der HRK, Prof. Dr. Helmut Ruppert. "Die Arbeitgeber wissen dies zu schätzen - auch über die Bereiche von Forschung und Entwicklung hinaus. Denn mit dieser wissenschaftlichen Qualifikation können die Absolventen Situationen bewältigen und Probleme lösen, für die neue Lösungswege auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse gefunden werden müssen. Der Bologna-Prozess ist für die Hochschulen Anlass, diese Kompetenzen noch zielorientierter zu vermitteln und sie zu flankieren mit Schlüsselkompetenzen. Wir arbeiten mit Arbeitgebern zusammen, um Studiengänge zu entwickeln, zu betreiben und im Rahmen der Akkreditierung ihre Qualität zu überprüfen. Die Hochschulen werden diese Kooperationen ebenso weiter ausbauen, wie die Career Services zur Unterstützung des Berufseinstiegs und die Weiterbildung im Rahmen des wissenschaftlichen Profils der Hochschulen. Das Qualifikationsziel der Beschäftigungsfähigkeit ist also ein zentrales Leitmotiv der Studienreform und der institutionellen Entwicklung in den Hochschulen."

Die Länder - so der Vertreter der KMK, Staatssekretär Dr. Josef Lange, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur - erwarten von den Unternehmen und ihren Verbänden, dass sie die Initiativen der Hochschulen zu neuen, insbesondere dualen Studiengängen aufgreifen und unterstützen: "Um künftigen Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeiten zu eröffnen, schneller als in traditionellen Studiengängen die Beschäftigungsfähigkeit zu erreichen, sollten Unternehmen in größerem Umfang Praktika anbieten, Berufsperspektiven für Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen eröffnen und insbesondere die von ihnen öffentlich erklärten Beschäftigungsperspektiven nicht nur auf die jeweils aktuelle Wirtschaftslage ausrichten: die Warnungen vor dem Studium ingenieur- und naturwissenschaftlicher Fachrichtungen vor mehr als 10 Jahren wirken sich bis heute noch auf die Studienwahlentscheidung junger Menschen aus. Angesichts des raschen Wandels in der Wissenschaft im globalen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Wettbewerbs kommt es mehr als in der Vergangenheit darauf an, im Studium Grundlagenwissen, Methoden, soziale Kompetenzen und Weiterbildungsfähigkeit zu vermitteln und erwerben. Hochschulen und Unternehmen sollten aus Sicht der Länder sehr viel intensiver auch in der Weiterbildung im Sinne lebenslangens Lernens zusammenarbeiten."

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Berichte zu: BDA BDI Beschäftigungsfähigkeit KMK

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie