Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsch-Italienisches Hochschulzentrum auf Erfolgskurs

22.05.2007
Schavan in Rom: "Wir werden unsere Zusammenarbeit weiter verstärken" / Unterstützung der gemeinsamen Programme für weitere fünf Jahre gesichert

Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat sich in Rom gemeinsam mit dem italienischen Minister für Universitäten und Forschung, Fabio Mussi, für eine Stärkung der deutsch-italienischen Beziehungen im Bereich der Hochschulen und Forschung eingesetzt. "Wir werden die Dynamik des Bologna-Prozesses dafür nutzen, die deutsch-italienischen Hochschulbeziehungen zu intensivieren", sagte Schavan am Montagabend in Rom. So soll das im Jahr 2003 gegründete Deutsch-Italienische Hochschulzentrum (DIH) ab dem Jahr 2008 für weitere fünf Jahre unterstützt werden.

Das DIH ist mit dem Ziel gegründet worden, die vielfältigen Kooperationen zwischen deutschen und italienischen Hochschulen zu bündeln und durch Synergieeffekte zu stärken. Als weitere gemeinschaftliche DIH-Programme sollen auf den Weg gebracht werden: Individualstipendien für Doktoranden in gemeinsam betreuten Promotionsvorhaben, ein Programm für gemeinsame deutsch-italienische Abschlüsse mit Stipendien und das Fachkonferenzprogramm "Deutsch-Italienische Dialoge". Dafür wurden von jeder Seite 250.000 Euro in Aussicht gestellt.

Auf deutscher Seite stellt der DAAD für alle auf Italien bezogenen Programme jährlich insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung, die sich aus EU-Mitteln, Geldern des Auswärtigen Amtes und rund einer Million Euro aus dem BMBF zusammensetzen. Im Jahr 2005 studierten 1.293 deutsche Studierende in Italien und 6.700 Italiener in Deutschland.

... mehr zu:
»DAAD »DIH »Hochschulzentrum

Unterstützt wird das DIH von den Regierungen Deutschlands und Italiens, der Kultusministerkonferenz der Länder und der Provinzregierung des Trentino. Die deutsche Geschäftsstelle ist beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) angesiedelt, die italienische an der Universität Trient (Trento). Der DAAD hat jetzt alle seine auf Italien bezogenen Austauschprogramme unter dem Dach des DIH gebündelt. Zwischen deutschen und italienischen Universitäten bestehen mehr als 1.000 Partnerschaften.

"Gerade die Hochschulen haben durch ihre intensive Zusammenarbeit zum gegenseitigen Verständnis und dem Dialog beider Kulturen beigetragen", betonte Schavan. Die Ministerin überreichte im Rahmen ihres Rom-Aufenthaltes am Montagabend den diesjährigen Ladislao Mittner-Preis für herausragende italienische Deutschlandstudien an die Nachwuchswissenschaftlerin Silvia Bolgherini. Die 34-jährige Politikwissenschaftlerin wurde für ihre Studien zur deutschen Regionalpolitik und zur europäischen Integration ausgezeichnet. Der Preis wird unter dem Dach des Deutsch-Italienischen Hochschulzentrums jedes Jahr in wechselnden Disziplinen an italienische Wissenschaftler vergeben. Er ist mit 5.000 Euro dotiert und beinhaltet zudem ein DAAD-Stipendium für einen einmonatigen Forschungsaufenthalt in Deutschland.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: DAAD DIH Hochschulzentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie