Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schavan: So stärken wir den Forschungsstandort Europa

26.04.2007
EU-Forschungsminister bringen in Würzburg beim Informellen Rat Wettbewerbsfähigkeit zentrale Vorhaben gemeinsam voran

Die Forschungsminister der Europäischen Union beraten in Würzburg am Donnerstag und am Freitag über grundlegende Weichenstellungen in der Europäischen Forschungspolitik. Unter dem Vorsitz der Ratspräsidentin, Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan, haben sich die Minister für den Informellen Rat Wettbewerbsfähigkeit ehrgeizige Ziele gesteckt: Unter dem Motto der deutschen Ratspräsidentschaft "Mit Forschung gewinnen" werden sich die Ressortchefs aus den Mitgliedsstaaten mit der Stärkung des Europäischen Forschungsraums sowie der Errichtung eines Europäischen Technologieinstituts (EIT) befassen. Ein weiteres Thema wird die wichtige Frage des Umgangs mit dem geistigen Eigentum und in diesem Zusammenhang die Präsidentschaftsinitiative für eine Charta sein.

"Wissenschaft und Forschung sind unverzichtbar, um Europa für den internationalen Wettbewerb fit zu machen", sagte Ministerin Schavan. "Sie sind die Voraussetzung für unseren künftigen Wohlstand und die soziale Teilhabe der Menschen." Der Europäische Forschungsraum ist das zentrale Leitthema des Informellen Rates in Würzburg. Auf der Grundlage des am 4. April von der Kommission veröffentlichten Grünbuchs werden die Ministerinnen und Minister darüber diskutieren, wie sie die europäische Forschungspolitik für die Zukunft ausrichten.

"Bessere Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft, neue Infrastrukturen für die europäische Forschung und eine moderne Grundlagenforschung als wichtiger Teil der Wertschöpfungskette für die Innovationen der Zukunft sind zentrale Bereiche aus dem Grünbuch, über die wir in Würzburg sprechen werden", sagte Bundesforschungsministerin Schavan. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hatte mit einem Diskussionspapier zum Grünbuch im Vorfeld des Rates einen ersten Anstoß gegeben, wie der Beratungsprozess weiter strukturiert werden soll.

... mehr zu:
»EIT »Forschungspolitik

In der deutschen EU-Ratspräsidentschaft konnten bereits wichtige Fragen zur Struktur eines Europäischen Technologieinstituts (EIT) geklärt werden. Zentrales Element des EIT sollen so genannte Wissens- und Innovationsgemeinschaften (Knowledge and Innovation Communities, KIC) werden. Dabei handelt es sich um Netzwerke, die aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sowie - je nach Bedarf - weiteren Akteuren bestehen. Das BMBF hat in den vergangenen Wochen ein Kompromisspapier erarbeitet, das auf ersten Änderungsvorschlägen der Mitgliedsstaaten aufbaut und von der Kommission unterstützt wird. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in Würzburg auf dem Weg zu einem EIT ein entscheidendes Stück vorankommen", sagte Schavan.

Im globalen Wettbewerb wird Wissen immer mehr zu einem strategischen Rohstoff. "Die deutsche Ratspräsidentschaft wird deshalb in Würzburg eine Initiative für den Umgang mit dem geistigen Eigentum starten", sagte die Ministerin. Die Debatte über diese europäische Charta solle auf der Grundlage der von der Europäischen Kommission vorgelegten Mitteilung zum Wissenstransfer geschehen, betonte Schavan. "Mit der Charta wollen wir ein Zeichen für die gegenseitige Anerkennung erfinderischer Leistung und gegen den unkontrollierten Abfluss von Know-how setzen."

Weitere Informationen zur europäischen Forschungspolitik und zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft finden Sie im Internet unter www.bmbf.de und unter www.eu2007.de.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.eu2007.de
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: EIT Forschungspolitik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise