Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit 19 Jahren schon ein Diplom in der Tasche

27.03.2007
Nach fünf Semestern Frühstudium an der Uni Würzburg haben bereits über 100 Teilnehmer aus rund 30 Gymnasien Erfahrungen mit der Universität gesammelt - und zwar auf beeindruckend erfolgreiche Weise. Projektleiter und Uni-Vizepräsident Professor Wolfgang Schneider zog am 15. März im Toscanasaal der Residenz eine positive erste Bilanz.

Die meisten Frühstudierenden schneiden in den Klausuren überdurchschnittlich gut ab. Sie haben keine Probleme damit, den Anforderungen des Studiums gerecht zu werden, obwohl häufig zur Doppelbelastung von Schulalltag und Uni-Veranstaltungen noch weite Anfahrtswege hinzukommen. Wie die Auswahluntersuchungen an der Begabungspsychologischen Beratungsstelle unter der Obhut von Dr. Eva Stumpf gezeigt haben, liegen die Gymnasien mit ihren Empfehlungen fast immer richtig: Sie schlagen in der Regel intellektuell überdurchschnittliche begabte Schüler aus der 10. bis 13. Klassenstufe vor, die gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium mitbringen.

Bewährt hat sich auch das Konzept des Fachkoordinators Dr. Richard Greiner vom Institut für Mathematik, den jungen Studierenden Betreuungspersonen an die Seite zu stellen, die sie an den Fakultäten mit Rat und Tat unterstützen. Dies ist auch ein Grund dafür, dass es nur relativ wenige Studienabbrüche zu verzeichnen gibt. Was die Wahl des Faches anbelangt, so konzentrierten sich 22 der 41 Frühstudierenden des Wintersemesters 2006/07 auf Mathematik und Physik. Ebenfalls gut angenommen wurden auch die Angebote der Informatik und Philosophie.

Die wesentlichen Ziele des Frühstudiums, so Schneider, nämlich motivierten und intellektuell sehr fähigen Schülern die Möglichkeit zu bieten, ihre Interessen an der Universität zu verwirklichen und ihnen durch die Anerkennung von Prüfungsleistungen auch zu einem kürzeren Studium zu verhelfen, sei sehr gut realisiert worden. Ein Frühstudierender "der ersten Stunde", der nach dem Abitur ein Doppelstudium in Medizin und Informatik begann, konnte jetzt nach nur drei regulären Fachsemestern sein Diplom in Informatik ablegen. Er ist 19 Jahre alt und will nun sein Medizinstudium fortsetzen.

Im Festvortrag "Schülerstudium - Aufbruch in die Wissenschaft" informierte Dr. Ulrich Halbritter von der Universität Köln über seine langjährigen Erfahrungen mit dem Schülerstudium. Während Würzburg als erste bayerische Universität im Herbst 2004 mit dem Frühstudium begonnen hat, gibt es das Schülerstudium in Nordrhein-Westfalen - vor allem an der Universität Köln - schon seit sieben Jahren. Inzwischen haben bundesweit mehr als 50 Universitäten das Frühstudium in ihr Programm aufgenommen. Voraussetzung für das Gelingen dieser Projekte ist nicht zuletzt die finanzielle Unterstützung durch Stiftungen. In Würzburg leisten dies die Karg-Stiftung für Hochbegabtenförderung und die Deutsche-Telekom-Stiftung.

Die Leistungen der Frühstudierenden wurden anschließend durch die Überreichung von Zertifikaten honoriert. Sie sind die Anerkennung für ein Semester harter Doppelarbeit an Schule und Universität. Ein weiterer Erfolg: Drei der fünf besten Analysis-Klausuren wurden von Frühstudierenden abgeliefert - und das bei über 220 Teilnehmern!

Die Feier im Toscanasaal endete mit einem humorvollen und kurzweiligen Vortrag von Professor Manfred Dobrowolski vom Institut für Mathematik über die Beiträge des Nobelpreisträgers John Nash zur Spieltheorie.

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de/

Weitere Berichte zu: Frühstudium Informatik Mathematik Schülerstudium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung