Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer IPA engagiert sich in Rumänien

20.03.2007
Am 1. Januar 2007 hat das Fraunhofer IPA ein Projektbüro in Timisoara eröffnet.

Das von Dipl.-Betriebswirt Valetin Bicu geleitete Büro liegt im Technolo gie zen trum von Timisoara direkt neben der Universität, wo sich rund 25 junge Unternehmen angesiedelt haben. Ziel der Aktivitäten in Timisoara ist die Unterstützung von kleinen und mittelständischen deutschen Unternehmen zur Markterschließung Rumäniens.

Die Fraunhofer-Gesellschaft mit ihren 58 Instituten kooperiert mit internationalen Forschungseinrichtungen und Industriepartnern. Ziel ist es, wissenschaftliches, technologisches und marktbezogenes Know-how zu generieren. Dadurch sind die Institute in der Lage, ihren jeweiligen nationalen Kunden Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen auf weltweit konkurrenzfähigem Niveau anzubieten. Darüber hinaus sind Fraunhofer Institute in vielen Ländern aktiv und engagiert bei der Lösung praxisorientierter Aufgabenstellungen beteiligt.

In den letzten Jahren ist das europäische Ausland für die Fraunhofer-Gesell schaft immer wichtiger geworden. So hat die Forschungsorganisation zum Beispiel im Geschäftsjahr 2005 EU-Projekte mit einem Volumen von über 82 Mio Euro bei einer Förderung von rund 42 Mio Euro bearbeitet. Diese Zahlen zeigen die wichtige Stellung der Fraunhofer Institute in der europäischen Forschungslandschaft. Deutlich wird hierbei auch die Vernetzung mit der Scientific Community und der europäischen Wirtschaft. Ziel ist es nicht nur im Vertrags forschungsmarkt der jeweiligen Länder mitzuwirken, sondern vor allem die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen Beitrittsländern fördernd und aktiv zu begleiten.

... mehr zu:
»EU-Projekt

Zu den neuen Mitgliedern der europäischen Union zählt seit 1. Januar diesen Jahres auch Rumänien. Seit der politischen Wende und Öffnung des Landes schrumpfte die rumänische Wirtschaft massiv. In den neunziger Jahren sorgten erste wichtige Reformen für eine soziale und politische Stabilisierung. Seit dem Jahr 2000 konnte die Wirtschaft steigende Wachstumszahlen verzeichnen. Das Fraunhofer IPA hat seit Mitte der neunziger Jahre erste Kontakte zu Universi täten und Forschungsinstituten in Rumänien. Schwerpunkt war hierbei die Universitäts- und Industriestadt Timisoara. Erste Aktivitäten fanden im Bereich von gegenseitigen Besuchen und Austausch von Wissenschaftlern statt. Seit rund 10 Jahren sind am Fraunhofer IPA in Stuttgart ständig rumänische Wissen schaftlerinnen und Wissenschaftler tätig, die in Industrie- und EU-Projekte eingebunden sind.

Innerhalb Rumäniens gilt Timisoara als Tor zum Westen. Wegen seiner Architektur wird die Stadt auch "Klein-Wien" genannt. Zu Zeiten der sozialistischen Planwirtschaft entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum der Elektro industrie neben anderen Branchen wie Maschinenbau und Metallverarbeitung. Tugenden wie zum Beispiel Initiative und Eigenverantwortung sind eine wichtige Basis und Voraussetzung für eine positive Entwicklung der Stadt und der Region. Die Dynamik wird vor allem durch die zahlreichen ausländischen Direktin vestitionen gefördert. In Timisoara haben sich vor allem deutsche, aber auch weitere internationale Unternehmen aus den Bereichen Textil- und Schuhindustrie angesiedelt sowie der Automobilzuliefererindustrie. Bisherige Bereiche wie die Elektroindustrie entwickeln sich vor allem innerhalb der Automobil zuliefererin dustrie und Softwareentwicklung (aufgrund der universitären Strukturen und der Absolventen ist Timisoara auch als Softwareentwicklungsstruktur für westeuropäische Unternehmen interessant).

Für das Fraunhofer IPA ist die industrielle und wirtschaftliche Entwicklung von Timisoara ein Zeichen dafür, dass innerhalb der europäischen Forschungs netzwerke diese Stadt einen wichtigen Knoten darstellt. Für Dr. Kai-Udo Modrich, Abteilungsleiter Technische Informationsverarbeitung, brauchen die Unternehmen und die Kommune in Timisoara bei der Lösung anstehender Probleme und Aufgaben ergebnisorientierte Forschungsunterstützung. "Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem Wissen und unserer Erfahrung der Industrie- und Universitätsstadt aktiv bei der Bewältigung vieler anstehender Probleme helfen können", so Dr. Modrich vom Fraunhofer IPA.

Vor allem für die Qualitätstechnik wird sich nach Einschätzung von Dr. Modrich in naher Zukunft ein interessanter Markt entwickeln. Denn nur dann, wenn die rumänischen Unternehmen entsprechende Qualität dokumentierbar nach weisen können, sind sie für die westeuropäischen Investoren vor allem aus der Automobilindustrie interessante und verlässliche Partner. Hierzu fungiert das Fraunhofer IPA als beratendes Institut für die rumänischen Unternehmen und als Kontaktstelle für deutsche kmU sowie für Direktinvestoren. Auf der akademischen Seite unterstützt das Fraunhofer IPA die Polytechnica beim Auf bau des akademischen Mittelbaus durch die Organisation von EU-For schungs projekten. Im laufenden Forschungsprojekt SIARAS, welches die Entwicklung konfigurierbarer Automatisierungssysteme zum Ziel hat, sind neben der Poly technica Timisoara, das rumänische Unternehmen Robcon sowie sechs weitere Industriepartner aus Schweden, Griechenland und Deutschland im Boot.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dr.-Ing. Kai-Udo Modrich
Telefon: +49(0)711/970-1272, E-Mail: modrich@ipa.fraunhofer.de
Kontaktstelle für Rumänien, Büro Timisoara
Dipl.-Betriebsw. Valentin Bicu, Telefon: +40256/200-679, E-Mail: german-office@cciat.ro

Hubert Grosser | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: EU-Projekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Meilenstein in der Forschung: Enabling Innovation
06.09.2017 | Rheinische Fachhochschule Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops