Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Steuerungselemente für weitere Verbesserung des Bildungswesens

01.03.2007
Gemeinsame Bildungsforschung soll unmittelbar wirken / Ministerin Schavan: Bund und Länder arbeiten Hand in Hand / KMK-Präsident Zöllner: ein guter Auftakt

Bund und Länder packen gemeinsam die weitere Modernisierung des Bildungswesens an:

Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan und die Bildungsministerinnen und -minister der Länder trafen sich heute zu ihrer ersten förmlichen Zusammenkunft nach Inkrafttreten der Föderalismusreform. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Ausgestaltung der neuen Gemeinschaftsaufgabe "Feststellung der Leistungsfähigkeit des Bildungswesens im internationalen Vergleich" (Artikel 91b Abs. 2 GG).

Mit der neuen Gemeinschaftsaufgabe hat der Verfassungsgeber die zentrale Rolle der Bildung für die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland und den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft betont. Ziel ist es, im internationalen Vergleich die Qualität des deutschen Bildungswesens zu stärken. Dies befördert sowohl die Wettbewerbsfähigkeit insgesamt als auch die Lebenschancen des Einzelnen.

Zu dem Instrumentarium gehören internationale Vergleichsuntersuchungen wie PISA und IGLU, bei denen Ende 2007 neue Ergebnisse veröffentlicht werden.

Ein weiteres Steuerungselement ist die nationale Bildungsberichterstattung. Bund und Länder haben gemeinsam 2006 erstmals einen Überblick über die Entwicklung des gesamten deutschen Bildungswesens vorgelegt - von der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bis hin zum Lernen im Erwachsenenalter.

Das neue Instrument der gemeinsamen Empfehlungen gibt Bund und Ländern die Möglichkeit, gemeinsam Ziele für die Weiterentwicklung des Bildungswesens zu erarbeiten und diese koordiniert in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen umzusetzen. Ein Beispiel für dieses koordinierte Zusammenwirken ist die Unterstützung der Reformanstrengungen der Länder im Schulbereich durch Bildungsforschung.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Berlins Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, sprach von einem guten Auftakt für die gemeinsamen Aufgaben: "Wir müssen mehr über die Wirkung der eingeleiteten Reformen erfahren, um aus erfolgreichen Beispielen zu lernen." Der KMK-Präsident und die Bundesbildungsministerin zeigten sich einig darüber, dass die Trias von Bildungsberichterstattung, Feststellung er Leistungsfähigkeit sowie die Bildungsforschung die Modernisierung des Bildungswesens befördere: "Wichtig ist das die gemeinsame Bildungsforschung eine angewandte, also Wirkungsforschung sein muss, die unmittelbaren Einfluss auf bildungspolitisches Handeln hat", so Schavan und Zöllner.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz und die Bundesbildungsministerin kündigten an, dass sich Bund und Länder in Kürze in der Steuerungsgruppe der neuen Gemeinschaftsaufgabe auf Vorhaben der Bildungsforschung im gemeinsamen Interesse verständigen werden. Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates ist Prof. Jürgen Baumert.

Schwerpunkt des nächsten gemeinsamen Bildungsberichts im Jahre 2008 wird das Thema "Übergänge Schule - Berufsbildung - Hochschulbildung - Arbeitsmarkt" sein. Gegenstand des Treffens von Bund und Ländern war daher auch das Thema "Reform in der Ausbildungsvorbereitung und in der beruflichen Bildung". Dabei ging es vor allem um eine Verbesserung der Anschlüsse, der Abschlüsse und der Durchlässigkeit. "1,3 Millionen junge Menschen bis 29 Jahren haben keinen Berufsabschluss. Hier müssen wir alles tun, um Anschlüsse in das Berufsleben zu schaffen", so Ministerin Schavan.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Berichte zu: Bildungsforschung Bildungswesens Leistungsfähigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie