Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ingenieure für ITER - ausgebildet im IPP in Garching und Greifswald

06.02.2007
Trainingsprogramm der Europäischen Union / Spezialisten für die Fusionsforschung

Neun junge Technologiespezialisten werden im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald im Rahmen eines neuen "Europäischen Trainingsprogramms zur Fusion" für die besonderen Anforderungen der Fusionsforschung ausgebildet.

Das von der Europäischen Union mit insgesamt rund 8 Millionen Euro geförderte Ausbildungsprogramm soll dem bei Bau und Betrieb des internationalen Fusionstestreaktors ITER befürchteten Ingenieur-Mangel entgegenwirken. Es soll dafür sorgen, dass für die anspruchsvollen High-Tech-Aufgaben bei ITER die nötigen Fachleute zur Verfügung stehen. Das IPP leitet zwei der insgesamt neun Programme, die über Fusionslaboratorien in ganz Europa verteilt sind, und ist an drei weiteren Programmen beteiligt.

Im Trainingsprogramm "Supraleitende Magnete" im IPP-Teilinstitut in Greifswald gewinnen vier Nachwuchs-Ingenieure rund um die Fertigung der 70 großen Supraleiter-Magnete für das Fusionsexperiment Wendelstein 7-X Einblick in die Zusammenarbeit von Forschung und Industrie. Mit einer auf Supraleitungstemperatur nahe dem absoluten Nullpunkt abgekühlten "kalten Masse" von 450 Tonnen entsteht mit Wendelstein 7-X das zurzeit größte Kryo-System der europäischen Fusionsforschung - und ein idealer Trainingsplatz für künftige ITER-Ingenieure. In dem von Dr. Thilo Scholz geleiteten europäischen Netzwerk von je drei Forschungs- und Industriebetrieben gewinnen die jungen Ingenieure Erfahrung angefangen mit der industriellen Fertigung supraleitender Magnete und der zugehörigen Kältetechnik, über Qualitätsmanagement und -Kontrolle bis hin zur Montage in der Experimentieranlage.

... mehr zu:
»Fusionsforschung »Garching »IPP »ITER

Im IPP in Garching vermittelt das europäische Trainingsprogramm zur "Radiowellen-Heizung" unter Leitung von Prof. Jean-Marie Noterdaeme Kenntnisse über die Heizung eines Fusionsplasmas mit Radiowellen. Die damit verbundene praktische Ausbildung findet zum Teil an der Garchinger Fusionsanlage ASDEX Upgrade statt. In dem Netzwerk zusammen mit sechs weiteren Forschungsinstituten und einem Industriepartner sollen sechs Jungingenieure und -ingenieurinnen das nötige Fachwissen über Entwicklung und Fertigung von High-Tech-Bauteilen für die Radiowellen-Heizung von ITER erwerben und lernen, wie man die enorme Hochfrequenz-Leistung - für ITER sind 20 Megawatt geplant - gezielt handhaben kann. Drei weitere Ingenieure werden in Garching im Rahmen der Programme zu "Materialforschung" bzw. in Greifswald zu "Diagnostik" ausgebildet.

Ziel der Fusionsforschung ist die Entwicklung eines Kraftwerks, das - ähnlich wie die Sonne - Energie aus der Verschmelzung von Atomkernen gewinnt. Zum Zünden des Fusionsfeuers muss der Brennstoff - ein Wasserstoff-Plasma - in Magnetfeldern eingeschlossen und auf Temperaturen über 100 Millionen Grad aufgeheizt werden. Nächster großer Schritt ist der internationale Fusionstestreaktor ITER, der ab 2008 in weltweiter Zusammenarbeit in Cadarache/Südfrankreich entsteht.

Isabella Milch | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipp.mpg.de

Weitere Berichte zu: Fusionsforschung Garching IPP ITER

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Projekt DISTELL erforscht digitale Hochschulbildung
26.01.2017 | Hochschule Esslingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten