Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Karlsruhe Institute of Technology (KIT) bündelt Kompetenzen

22.11.2006
Schavan: "Strategische Allianzen führen zur Weltspitze"

Bundesforschungsministerin Annette Schavan will mit der Gründung eines Karlsruhe Institute of Technology eine völlig neue Qualität der Zusammenarbeit zwischen Universität und außeruniversitären Forschungseinrichtungen schaffen, die es im deutschen Wissenschaftssystem bislang nicht gibt.

Schavan: "Am Standort Karlsruhe bietet sich die einmalige Chance, aufbauend auf dem Erfolg der Universität Karlsruhe in der Exzellenzinitiative, ein international sichtbares starkes Zeichen für die Innovationsfähigkeit im deutschen Wissenschaftssystem zu setzen. Diese kann auch zu neuen Organisationsformen und Forschungsstrukturen führen."

In einem Spitzengespräch mit den KIT-Partnern Forschungszentrum Karlsruhe und Universität Karlsruhe sowie dem Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft Prof. Jürgen Mlynek hat sich Schavan mit den baden-württembergischen Landesministern Prof. Peter Frankenberg und Ernst Pfister heute auf Eckpunkte des KIT-Modells verständigt.

Mit dem Zusammenwachsen des Forschungszentrums und der Universität Karlsruhe in einer strategischen Allianz unter dem Dach des KIT sollen die Missionen beider Einrichtungen als Exzellenzuniversität und als nationales Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft bestmöglich erfüllt werden.

"Durch die Bündelung der Kompetenzen des Forschungszentrums und der Universität Karlsruhe können wir wissenschaftliche Exzellenz in Forschung, Technologietransfer und Lehre auf Weltspitzenniveau erreichen", sagten Schavan und Frankenberg.

Die beiden KIT-Partner haben sich zum Ziel gesetzt, mit der Gründung von KIT die Attraktivität des Standorts Karlsruhe im Wettbewerb um die besten Köpfe deutlich zu erhöhen und in die Spitzenliga internationaler Elite-Einrichtungen aufzusteigen.

Um den Erfolg von KIT voranzutreiben, hat Schavan die beiden Partner aufgefordert, bis zum Frühsommer nächsten Jahres ein Gesamtkonzept für die angestrebte strategische Allianz in KIT zu erstellen.

Schavan und Frankenberg betonten: "Die Partner haben sich hohe Ziele gesetzt. Jetzt kommt es darauf an, den zukunftsweisenden Ansatz von KIT mit Leben zu füllen."

Als erster konkreter Schritt wurde eine wechselseitige Mitwirkung in den Leitungs- und Aufsichtsgremien beider Einrichtungen vereinbart, um die strategische Abstimmung der Partner zu optimieren. Vorgesehen sind insbesondere verschränkte Mitgliedschaften im Aufsichtsrat des Forschungszentrums Karlsruhe und im Hochschulrat sowie eine engere Abstimmung der Vorstände.

Über die Gründung des KIT hinaus verfolgt das Bundesforschungsministerin für Bildung und Forschung das Ziel, im Forschungszentrum Karlsruhe die Energieforschung zu stärken und zu einem Schwerpunkt des Zentrums auszubauen.

Sie erwartet, dass das Forschungszentrum Karlsruhe im Rahmen der Helmholtz-Mission eine koordinierende Rolle innerhalb der deutschen Forschungslandschaft in der Energieforschung übernimmt.

Einzelheiten sind dem beschlossenen Eckpunktepapier zu entnehmen.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de
http://www.bmbf.de/pub/eckpunktepapier_kit.pdf
http://www.bmbf.de/press/1926.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Antibiotikaresistenz zeigt sich durch Leuchten

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie