Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationsindikator 2006 zeigt gravierende deutsche Schwäche im Bildungssektor

08.11.2006
Stifterverband fordert weitere Schritte zur Hochschulreform
Andreas Schlüter: "Deutschland droht mittelfristig der Absturz"

Bologna-Prozess konsequent vollenden - Stifterverband fordert weitere Schritte zur Hochschulreform - Innovationsindikator 2006 zeigt gravierende deutsche Schwäche im Bildungssektor

Stifterverbandsgeneralsekretär, Andreas Schlüter, zeigte sich über die anhaltende Schwäche des deutschen Bildungssystems besorgt, die der Innovationsindikator 2006 aufdeckt. "Wenn wir unser Bildungssystem nicht auf Vordermann bringen, droht Deutschland mittelfristig der Absturz", sagte Schlüter. "Forschung bereitet den Boden für die Innovationen von morgen, aber Bildung schafft die Grundlage für den Wohlstand von übermorgen", so Schlüter. Ihren Innovationsindikator Deutschland 2006 stellten der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Deutsche Telekom Stiftung heute in Berlin vor. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass das deutsche Bildungssystem in fast allen Belangen im internationalen Vergleich hinterher hinke.

Gravierende Schwächen sieht der Bericht bei der Quote der Hochschulabsolventen eines Jahrgangs. Auch das Engagement deutscher Unternehmen in die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter falle zu gering aus. Eine Lösung erhofft sich Schlüter von der Umstellung der Studienabschlüsse auf das gestufte Bachelor-/Master-Modell im Zuge des so genannten Bologna-Prozesses. "Wenn die Hochschulen den Weg des Bologna-Prozesses konsequent zu Ende gehen, dann lösen sich beide Probleme in Luft auf", meinte Schlüter. Erstens erleichterten es die gestuften Studienabschlüsse gegenüber den traditionellen Studiengängen, sich berufsbegleitend weiterzubilden oder Phasen der Hochschulausbildung mit Phasen der Berufstätigkeit zu verbinden. Zweitens glänzten viele Bachelor-Studiengänge mit geringen Abbrecherquoten.

Eine aktuelle Bilanz des Stifterverbands-Programms Reformstudiengänge zeige, dass mit den neuen Abschlüssen ein neuer Geist in die Universitäten einziehe, so Schlüter. Vier Jahre lang hatte der Stifterverband Bachelor-Studiengänge in Münster, Düsseldorf, Bayreuth und Darmstadt gefördert. "Wo im Magisterstudiengang Abbrecherquoten von 80 Prozent die Regel waren, erreichen jetzt 80 Prozent den Abschluss in der Regelstudienzeit", sagte Schlüter, "und zwar bei deutlich angehobenen Leistungsanforderungen."

Rückfragen:
Frank Stäudner
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Telefon: +49 201 8401-158
Mobil +49 177 8401-158
E-Mail: frank.staeudner@stifterverband.de

Michael Sonnabend | idw
Weitere Informationen:
http://www.stifterverband.de/

Weitere Berichte zu: Bildungssystem Innovationsindikator Schwäche

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Sechs Bundesländer erproben Online-Schultests der Uni Jena
24.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie