Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NRW-Wissenschaftsministerium genehmigt fünf neue gestufte Studiengänge an der RUB

28.01.2002


Die RUB setzt in den Geistes- und Naturwissenschaften konsequent auf gestufte Studiengänge. Bereits eingeschriebene und kommende Studierende haben jetzt auch mit offizieller Genehmigung des MSWF die Chance, an der RUB Kunstgeschichte, Germanistik, Geographie und Biochemie als Bachelor- und Masterstudiengang zu belegen. Rückwirkend zum Wintersemester 2001/2002 hat das Ministerium die Einführung dieser vier konsekutiven Studiengänge genehmigt, ebenso die Einführung des B.A.-/M.A.-Studiengangs Theaterwissenschaft zum Wintersemester 2002/2003.

Sie haben auf dem Arbeitsmarkt glänzende Aussichten, wie erst vor kurzem eine Studie ergab (s. RUB-Presseinfo Nr. 6, 07.01.2002). Und sie können ihren Abschluss an einer Universität machen, die in den Geistes- und Naturwissenschaften konsequent auf gestufte Studiengänge setzt. Bereits eingeschriebene und kommende Studierende haben jetzt auch mit offizieller Genehmigung des NRW-Wissenschaftsminsteriums die Chance, an der Ruhr-Universität Kunstgeschichte, Germanistik, Geographie und Biochemie als Bachelor- und Masterstudiengang zu belegen. Rückwirkend zum Wintersemester 2001/2002 hat das Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung (MSWF) die Einführung dieser vier konsekutiven Studiengänge genehmigt, ebenso die Einführung des B.A.-/M.A.-Studiengangs Theaterwissenschaft zum Wintersemester 2002/2003.

Studienplatzvergabe bleibt unverändert

Die Vergabe der Studienplätze in den zulassungsbeschränkten Fächern hat sich dadurch nicht geändert. Für Biochemie und Theaterwissenschaft können sich Studierende nur zum Wintersemester einschreiben, der Orts-NC an der Ruhr-Universität bleibt bestehen. Bewerbungsschluss ist der 15.7. Die Studienplätze in Kunstgeschichte teilt weiterhin die ZVS zu, Bewerbungsschluss für das Sommersemester war der 15.1., für das Wintersemester ist es ebenfalls der 15.7.

Speerspitze in Deutschland

Die fünf genehmigten Studiengänge ergänzen damit das breite Spektrum bereits eingeführter gestufter Studiengänge, insbesondere in den Geisteswissenschaften. Insgesamt gibt es an der RUB derzeit 29 Bachelor-/Masterstudiengänge. Die Ruhr-Universität setzt ihren Weg fort, Magister- und Diplomstudiengänge in den Geistes- und Naturwissenschaften zu reformieren. Unter den deutschen Hochschulen ist die RUB damit die Speerspitze bei der Einführung gestufter Studiengänge.

Zwei Abschlüsse in zehn Semestern

In Kunstgeschichte (Fakultät für Geschichtswissenschaft), Germanistik und Theaterwissenschaft (jeweils Fakultät für Philologie) können Studierende den Abschluss "Bachelor of Arts" (B.A.) und "Master of Arts" (M.A.) erwerben. Die Regelstudienzeit im B.A.-Studiengang beträgt sechs Semester inklusive Bachelorarbeit, im Masterstudiengang einschließlich Masterarbeit vier Semester. Bereits mit dem ersten Abschluss sind die Absolventen fit für den Arbeitsmarkt.

Naturwissenschaften ziehen mit

Das gleiche in grün - an der Ruhr-Uni wegen der Farbcodierung der Fachbereiche im wahrsten Sinne des Wortes - gilt für die Naturwissenschaften. In Geographie (Fakultät für Geowissenschaften) und Biochemie (Fakultät für Chemie, Fakultät für Biologie und Medizinische Fakultät) können Studierende die Abschlüsse "Bachelor of Science" (B.Sc.) und "Master of Science" (M.Sc.) machen, in Geographie lauten die Abschlüsse "Bachelor of Science in Geography" und "Master of Science in Geography".

Diplom- und Magisterstudiengänge werden eingestellt

Die bisherigen Magisterhaupt- und -nebenfachstudiengänge Germanistische Linguistik, Germanistische Mediävistik, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte werden zum Sommersemester 2002, Theaterwissenschaft zum Wintersemester 2002/2003 aufgehoben. Ebenso wie die Diplomstudiengänge Geographie zum Sommersemester sowie Biochemie zum nächsten Wintersemester. Die Fakultäten und jeweiligen Institute werden dafür sorgen, dass Studierende der aufgehobenen Studiengänge ihr Studium in angemessener Zeit beenden oder in die neuen Bachelor- bzw. Masterstudiengänge wechseln können.

Fit durch Schlüsselqualifikationen

Neben Fachkenntnissen erwerben Studierende in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften im "Optionalbereich" Zusatz- und Schlüsselqualifikationen für den Job. Dazu gehören die fünf Bereiche Fremdsprachen, Praktika, Informationstechnologie/EDV, Präsentation, Kommunikation und Argumentation sowie interdisziplinäre Studieneinheiten oder ergänzende Studieneinheiten anderer Fächer. Studierende müssen Module aus mindestens drei dieser fünf Bereiche belegen.

Neue Studiengänge erleichtern Ortswechsel und Vergleichbarkeit

Die neuen gestuften Studiengänge sind international kompatibel. Insbesondere das European Credit Transfer System (ECTS) erlaubt, Studienleistungen international zu vergleichen und anzurechnen. Studierende erwerben in einzelnen Veranstaltungen Credit Points. Damit sind z. B. Studienortswechsel aus Deutschland in den anglo-amerikanischen Raum und umgekehrt schneller und reibungsloser möglich.

Weitere Informationen

Dipl.-Soz. Wiss. Reiner Höck, UV 3/379, Tel. 0234/32-23187, Fax: 0234/32-14504, E-Mail:  reiner.hoeck@uv.ruhr-uni-bochum.de
Susanne Lippold, M. A., UV 3/376, Tel. 0234/32-27719, Fax : 0234/32-14504, E-Mail :  susanne.lippold@uv.ruhr-uni-bochum.de
Studiendekanat Optionalbereich, GBCF 04/409, Tel. 0234/32-29222, Fax 0234/32-14372, E-Mail:  optionalbereich@ruhr-uni-bochum.de

Dr. Josef König | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie