Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Exzellente Forschung": Deutsche Forschungsgemeinschaft bewertet Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns

20.10.2006
CMPB besteht erste Begutachtung und erhält Förderung für weitere vier Jahre in Höhe von 26 Mio. Euro

Das DFG-Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns (CMPB) hat die Begutachtung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zur ersten Verlängerung mit der Bestnote "exzellent" bestanden. Das teilte die DFG heute mit. Das CMPB hat sich - wie alle DFG-Forschungszentren - im September nach der ersten vierjährigen Förderperiode einer Begutachtung durch ein internationales Gutachtergremium unterzogen. DFG und Wissenschaftsrat hatten erst letzte Woche im Rahmen der Exzellenzinitiative den Antrag des CMPB zur Anerkennung als Exzellenz-Cluster "Microscopy at the Nanometer Range" bewilligt.

Das Gutachtergremium hat dem CMPB nun Forschung von Weltrang attestiert. Prof. Dr. Diethelm Richter, Sprecher des CMPB, freut sich vor allem über das Resümee der Gutachter: "Das CMPB wird verglichen mit entsprechenden Aktivitäten an den amerikanischen Eliteuniversitäten Harvard und Stanford." Richter weiter: "Das positive Votum, das wir innerhalb kurzer Zeit von zwei unabhängigen internationalen Gremien erhalten haben, bestätigt eindrucksvoll unser Konzept, Grundlagen- und klinische Forschung in den Neurowissenschaften eng zu verknüpfen und gleichzeitig die innovativen Entwicklungen in den molekularen Mikroskopierverfahren zu integrieren."

Besonders hoben die Gutachter die verschiedenen Strukturmaßnahmen hervor, durch die das CMPB in der ersten Förderperiode zwischen 2002 und 2006 zur Schärfung des Profils der Universität und ihrer Einrichtungen beigetragen hat. Neben drei Professuren (Neurodegeneration und Restaurationsforschung, Stammzellbiologie und Biophysik) hat das CMPB sechs Nachwuchsgruppen eingerichtet und ist damit der Aufforderung der DFG nachgekommen, vor allem junge Wissenschaftler verstärkt zu fördern.

Mit der Erweiterung des CMPB in ein Exzellenz-Cluster erhöht sich das Budget von jährlich 5 Mio. Euro auf 6,5 Mio. Euro im Jahr. Mit den zusätzlichen finanziellen Mitteln wird das CMPB vor allem die technologische Verbesserung von molekularen Mikroskopierverfahren vorantreiben. Laut Gutachter gehört der Schwerpunkt "Mikroskopie" am CMPB schon heute zur Weltspitze.

Maßgeblich an der erfolgreichen Initiative beteiligt sind Wissenschaftler des Bereichs Humanmedizin der Universität Göttingen. Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Sprecher des Vorstandes des Bereichs Humanmedizin Göttingen und Dekan der Medizinischen Fakultät, sieht darin eine Bestätigung der Schwerpunkt- und Profilbildung des Bereichs Humanmedizin: "Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg. Der Schwerpunkt Neurowissenschaften am Standort Göttingen hat in den vergangenen Jahren eine klare internationale Sichtbarkeit entwickelt. Die Neurowissenschaften zeichnen sich durch eine vielfältige und interdisziplinäre Zusammenarbeit des Bereichs Humanmedizin mit anderen Fakultäten der Universität und mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Göttingen, vor allem mit den Max-Planck Instituten für biophysikalische Chemie und experimentelle Medizin, aus."

Seit vier Jahren steht das CMPB für seine enge Vernetzung von Grundlagen- und klinischer Forschung im Bereich der Neurowissenschaften in Göttingen. Beteiligt sind der Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen mit 13 Abteilungen und dem Institut für Multiple Sklerose Forschung (IMSF), das European Neuroscience Institute (ENI-G), die Biologische Fakultät und die Fakultät für Physik der Georg-August-Universität Göttingen, das Deutsche Primatenzentrum (DPZ) sowie die Max-Planck-Institute für biophysikalische Chemie und für experimentelle Medizin.

Weitere Informationen oder Interviewanfragen:

DFG Forschungszentrum
Molekularphysiologie des Gehirns
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Kerstin Mauth
Grisebachstr. 5
37077 Göttingen
Tel.: 0551/39-7065
Fax: 0551/39-91246
E-Mail: kmauth@gwdg.de
Bereich Humanmedizin
Georg-August-Universität Göttingen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Weller
Robert-Koch-Str. 42
37075 Göttingen
Tel.: 0551/39 - 99 59 oder 39-142 43
Fax: 0551/39 - 99 57
E-Mail: presse.medizin@med.uni-goettingen.de

Stefan Weller | idw
Weitere Informationen:
http://www.cmpb.de
http://www.humanmedizin-goettingen.de

Weitere Berichte zu: Begutachtung CMPB DFG Gutachter Molekularphysiologie Neurowissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitale Bildung im Unterricht: Was Lehrer und Schüler von der Schul-Cloud erwarten
11.12.2017 | Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI)

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Carmenes“ findet ersten Planeten

Deutsch-spanisches Forscherteam entwirft, baut und nutzt modernen Spektrografen

Seit Januar 2016 nutzt ein deutsch-spanisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen den modernen Spektrografen „Carmenes“ für die Suche nach...

Im Focus: Fehlerfrei ins Quantencomputer-Zeitalter

Heute verfügbare Ionenfallen-Technologien eignen sich als Basis für den Bau von großen Quantencomputern. Das zeigen Untersuchungen eines internationalen Forscherteams, deren Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Physical Review X veröffentlicht wurden. Die Wissenschaftler haben für Ionenfallen maßgeschneiderte Protokolle entwickelt, mit denen auftretende Fehler jederzeit entdeckt und korrigiert werden können.

Damit die heute existierenden Prototypen von Quantencomputern ihr volles Potenzial entfalten, müssen sie erstens viel größer werden, d.h. über deutlich mehr...

Im Focus: Error-free into the Quantum Computer Age

A study carried out by an international team of researchers and published in the journal Physical Review X shows that ion-trap technologies available today are suitable for building large-scale quantum computers. The scientists introduce trapped-ion quantum error correction protocols that detect and correct processing errors.

In order to reach their full potential, today’s quantum computer prototypes have to meet specific criteria: First, they have to be made bigger, which means...

Im Focus: Search for planets with Carmenes successful

German and Spanish researchers plan, build and use modern spectrograph

Since 2016, German and Spanish researchers, among them scientists from the University of Göttingen, have been hunting for exoplanets with the “Carmenes”...

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neue Konfenzreihe in Berlin: Landscape 2018 - Ernährungssicherheit, Klimawandel, Nachhaltigkeit

18.12.2017 | Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Lipid-Nanodisks stabilisieren fehlgefaltete Proteine für Untersuchungen

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Von Alaska bis zum Amazonas: Pflanzenmerkmale erstmals kartiert

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Krebsforschung in der Schwerelosigkeit

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie