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Zukunft braucht Energieforschung

17.10.2006
Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, schlägt heute auf der Jahresversammlung der Acatech, der Akademie für Technikwissenschaften, führenden Vertretern aus Politik und Wirtschaft eine nationale Energieforschungsoffensive vor. Damit solle Deutschland seine Stärken im Wachstumsmarkt Energietechnik ausbauen und die Versorgung mit umweltfreundlich erzeugter Energie sichern.

Deutschland gehört heute zu den führenden Nationen auf den Gebieten Energieforschung und Energietechnik. Und die Helmholtz-Gemeinschaft leistet mehr als 50 Prozent der öffentlich geförderten Energieforschung, insbesondere in den Forschungszentren in Karlsruhe und Jülich. "Diese Stärken müssen wir nutzen und ausbauen", sagte Mlynek, "auch in Verbindung mit den Umwelttechnologien". Denn dies sind Wachstumsmärkte der Zukunft, insbesondere vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung durch die Verbrennung von fossilen Rohstoffen. Dazu müssten aber Wissenschaft, Wirtschaft und Politik an einem Strang ziehen, um die Energieforschung mit der nötigen kritischen Masse zu fördern.

In Großbritannien, so Mlynek, sei kürzlich eine sehr schlagkräftige Public Private Partnership zustande gekommen: Die öffentliche Hand und die Energieunternehmen BP, E.ON UK, EDF und Shell werden in den nächsten zehn Jahren gemeinsam eine Milliarde britische Pfund investieren, um ein neues "Energy Technologies Institute" aufzubauen. Im Vordergrund stehen dabei Niedrigemissions-Technologien unter Ausschluss der Nukleartechnik, das heißt: Es geht um effiziente Energieerzeugung, Möglichkeiten der Energieeinsparung und erneuerbare Energien.

"Was hindert uns in Deutschland daran, eine vergleichbare Initiative zu starten, zumal wir ja mit Exzellenzwettbewerben mittlerweile Erfahrungen haben?" fragte Mlynek. Die Forschungsoffensive könnte unter dem Namen "Energieland der Zukunft" mehrere Akteure vereinen und als "virtuelles" Forschungsinstitut Durchbrüche in verschiedenen Energietechnologien erzielen. Durch die Einbeziehung von privaten Unternehmen könnten dann Forschungsergebnisse deutlich schneller in Anwendungen umgesetzt werden. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist bereit, ihre große Expertise in der Energieforschung einzubringen.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,2 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gazlig
Dipl.-Biol./Dipl.-Journ.
Leiter Kommunikation und Medien
Büro Berlin
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Dr. Antonia Rötger
Pressereferentin
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Thomas Gazlig | Helmholtz-Gemeinschaft
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