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Neues Patent: Wickelfalz-Lernhilfe enthüllt Schicht für Schicht Wissenswertes

05.10.2006
Kann man ein ganz normales DIN A4-Blatt oder DIN A3-Blatt zum Patent anmelden? Man kann, wenn daraus durch eine spezielle Falztechnik ein neues Produkt entsteht. Konstantin Klingenberg hat eben dies bewiesen: Das von ihm entwickelte "Archivierbare 6(-7)spaltige 3-Ebenen Wickelfalzblatt" ist soeben als Gebrauchsmuster eingetragen worden.

Die besondere Falttechnik macht aus dem herkömmlichen Blatt Papier ein neues Medium. Es eignet sich - entsprechend mit Informationen bedruckt - besonders für den Einsatz im Unterricht.

Der Dozent für Biologiedidaktik an der Technischen Universität Braunschweig will nun mit seiner ebenso einfachen wie raffinierten Idee Kinder und Jugendliche insbesondere für sein Spezialgebiet Naturkunde begeistern. Dabei ist sein neues Produkt vielfältig einsetzbar: von Anlauttabelle über Formeln bis hin zum Vokabel lernen - der Flexibilität im Schuleinsatz sind keine Grenzen gesetzt. Und auch außerhalb der Schule können Informationen auf diese Weise verpackt und vom Adressaten ganz neu "entdeckt" werden.

Zunächst sieht alles aus wie ein normales Info. "Wasserwelten" steht links auf dem Rand über den beiden Löchern zum Abheften. Daneben finden sich Strudelwürmer und Käferlarven, Wasserläufer und Egel in farbigen Abbildungen, dann ein Text über die Lebewesen in unseren Teichen und Seen. "Die Vielfalt entdecken" so lautet der Titel. Den kann man nicht nur auf die Verschiedenheit der Tierarten, sondern auch auf den Infobogen selbst beziehen. Denn in der Mitte lässt sich das Blatt mehrfach aufklappen und enthüllt Schicht um Schicht immer mehr Wissenswertes. Vom Blick in den Teich über den Stammbaum der Lebewesen bis zum Innenleben der Plattwürmer gibt es beinahe alles, was wir schon immer über das Gewimmel in unseren Gewässern wissen wollten. Erstaunlich, wie viel in diesem Bogen steckt. Noch mehr Überraschungen enthält die Rückseite. "30 Knobeleien für Tierspezialisten" finden sich hier, nebst Antwortformular. Und auch für die Lösungen ist noch Platz. Sie sind verborgen hinter einem Falz und - lünkern lohnt sich nicht - in Spiegelschrift gedruckt.

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"Herkömmliche Faltblätter sind für den Unterricht kaum geeignet", erläutert Klingenberg. "Natürlich gibt es auch aufwändigere Übungs- und Lernhilfen. Aber sie erfordern in der Regel weitere Hilfsmittel - wie einschiebbare Papierstreifen oder Folien. Dabei kann man sie kaum abheften und geordnet aufbewahren." Die neue Technik erschließt für jedes Blatt vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die Autoren können Informationen benutzerfreundlich portionieren. Abgedeckte Bereiche können zum Beispiel Lösungen zu den Aufgaben oder Erläuterungen zu den Bildern enthalten. "Ein solches Blatt macht neugierig, da die Schülerinnen und Schüler alles Wissenswerte Schritt für Schritt selbst entdecken können", so der erfahrene Biologiedidaktiker.

"Einsetzbar ist das Faltblatt für Werbezwecke in Schule, Ausbildung und Studium für alle Fächer und Jahrgänge oder ganz allgemein als neuartiger 'Flyer'. Durch die Verwendung von zum Beispiel DIN Papierformaten kann die universelle Einsetzbarkeit außerdem mit kostengünstiger Handhabung verbunden werden", so heißt es in der Gebrauchsmusterschrift. Erste Praxistests im Unterricht haben Falttechnik und Beispielmaterial bereits mit Bravour absolviert.

Kontakt:

Dipl.-Biol. Konstantin Klingenberg
Institut für Fachdidaktik der Naturwissenschaften,
Abt. Biologie und Biologiedidaktik
Pockelsstr.11 - 38106 Braunschweig
Telefon: 0531 - 391 2835
E-Mail-Adresse: k.klingenberg@tu-braunschweig.de

Dr. Elisabeth Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www-public.tu-bs.de:8080/~klingenb/index.html
http://www.ifdn.tu-bs.de/didaktikbio/
http://www.tu-braunschweig.de

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