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Deutsch-russische Zusammenarbeit gestärkt

28.09.2006
Die Helmholtz-Gemeinschaft und der Russische Fonds für Grundlagenforschung wollen jährlich vier Helmholtz-Russia Joint Research Groups fördern. Damit sollen exzellente russische Nachwuchswissenschaftler auch eine Karriereperspektive im eigenen Land bekommen und die Wissenspartnerschaft zwischen beiden Ländern gefestigt werden.

Der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Jürgen Mlynek, und der Präsident des Russischen Fonds für Grundlagenforschung, Prof. Vladislav Yu. Khomich haben jetzt ein Abkommen unterzeichnet, um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern der Helmholtz-Gemeinschaft und Wissenschaftlern der russischen Föderation gezielt zu fördern.

Der Russische Fonds für Grundlagenforschung wurde 1992 nach dem Muster der Deutschen Forschungsgemeinschaft gegründet. Auch wenn das Budget des Russischen Fonds für Grundlagenforschung mit ungefähr 120 Millionen EUR im Jahr 2006 noch weit hinter dem DFG-Budget zurücksteht, so ist dieses jedoch in den letzten Jahren um 25 Prozent pro Jahr gestiegen. "Das Konzept der von staatlichen Einflüssen unabhängigen, exzellenzbasierten Förderung ist neu für Russland. Es zeigt aber deutlich, dass der Russische Staat das Thema Forschung wieder ernst nimmt", sagt Mlynek.

Im Rahmen des jetzt unterzeichneten Abkommens sollen auf russischer Seite speziell jüngere Forscher gefördert werden, um diesen im Heimatland attraktivere Bedingungen für eine Karriere in der Forschung zu geben. Die Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft profitieren von der Einbindung der ausgewählten russischen Wissenschaftler in zweifacher Weise: Zum einen gewinnen Sie hervorragende Forscher für wissenschaftliche Kooperationen, zum anderen erhalten sie drei Jahre lang jedes Jahr 130.000 Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft für die gemeinsame Forschung. Bis zu 30.000 Euro können in Russland investiert werden, um dort Ausrüstung oder Doktoranden zu finanzieren. Der Russische Fonds für Grundlagenforschung finanziert die russischen Wissenschaftler mit 20.000 EUR pro Jahr. Mittelfristig trägt die Helmholtz-Gemeinschaft so dazu bei, die Abwanderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus Russland einzudämmen. "Wir schätzen die hervorragenden Leistungen russischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und möchten in Zukunft die Zusammenarbeit mit Russland noch ausbauen", sagt Mlynek.

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Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,2 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Thomas Gazlig | Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

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