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Holt der Osten wieder auf?

26.09.2006
Besonders hohe Studierwilligkeit in den neuen Bundesländern und steigender Zuspruch für ostdeutsche Hochschulen

Die jüngst veröffentlichten Bildungsindikatoren verweisen auf durchschnittlich höhere Qualifikationen der älteren und geringere Qualifikationen der jüngeren Bevölkerung in Ost- gegenüber Westdeutschland.

Aber: im Unterschied zu den neunziger Jahren ist in den neuen Bundesländern das Interesse an einem Studium aktuell höher und seit der letzten Erhebung 2002 deutlicher gestiegen als in anderen Bundesländern, gestiegen ist auch der Zuspruch für die ostdeutschen Hochschulen. Das sechste Mal in Folge hat HoF Wittenberg - das Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg - die Studierwilligkeit in den Klassenstufen 10 und 12/13 an Gymnasien der neuen Bundesländer untersucht, zum Vergleich auch in Niedersachsen und Berlin.

Das sechste Mal in Folge hat HoF Wittenberg - das Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg - die Studierwilligkeit in den Klassenstufen 10 und 12/13 an Gymnasien der neuen Bundesländer, in Niedersachsen und Berlin untersucht. Im Unterschied zu den neunziger Jahren und auch abweichend von anderen Bundesländern ist das Interesse an einem Studium in den neuen Bundesländern weiter gestiegen. Das gilt vor allem für die weiblichen Gymnasiasten und die aus hochschulfernen Regionen. Die angehenden Studienberechtigten setzen sich intensiver als in früheren Jahren mit der Studienentscheidung auseinander.

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Sie möchten häufiger als bislang an Universitäten studieren, streben aber vorwiegend noch traditionelle Studienabschlüsse an. Inwieweit sie ein Studium auch tatsächlich beginnen werden, wird auch von den Studiengebühren abhängen. Das dürfte auch eine Ursache des gestiegenen Zuspruchs für die Hochschulen in den neuen Bundesländern sein, die bisher von Studiengebühren noch weitgehend absehen. Sich leicht verändernde Studienfachwünsche spiegeln die Orientierung am Arbeitsmarkt wieder, nach wie vor mit Unterschieden nach dem Geschlecht sowie zwischen alten und neuen Bundesländern. Auffallend ist, dass sich die Gründe der Entscheidung für ein Studium bzw. Studienfach vor allem bei den weiblichen Gymnasiasten der alten Bundesländer deutlich verändert haben.

Insgesamt ist damit eine weitere Angleichung der Positionen zum Studium zwischen ost- und westdeutschen, zwischen weiblichen und männlichen Gymnasiasten/innen zu erkennen. Die Einführung hochschuleigener Auswahlverfahren polarisiert die Meinungen in Abhängigkeit von den Schulleistungen und der Intensität der Studierwilligkeit.

Der Bericht kann von der Webseite des Institutes unter Publikationen / HoF-Arbeitsberichte heruntergeladen oder als gedruckte Version bestellt werden.

Bestellung: institut@hof.uni-halle.de

Telefon: 03491/466-254
Telefax: 03491/466-255
institut@hof.uni-halle.de
Inhaltliche Fragen beantwortet Dr. Irene Lischka:
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HoF Wittenberg | idw
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