Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Bioinformatikzentrum in Köln

17.01.2002


Einzigartige Weiterbildungsmöglichkeit für Wissenschaftler

Zum Sommersemester 2002 wird das bestehende Weiterbildungsangebot für Nachwuchswissenschaftler an der Universität zu Köln durch einen einjährigen Bioinformatikkurs für graduierte Naturwissenschaftler, Informatiker und Mathematiker erweitert. Der Kurs findet am neugegründeten Cologne University Bio-Informatics Center (CUBIC) statt, dessen Aufbau als eines der neuen Bioinformatik-Kompetenzzentren durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. An dem neuen Zentrum sind das Institut für Biochemie, das Institut für Genetik, das Institut für Informatik und das Institut für Mathematik der Universität zu Köln beteiligt.

Die Kursteilnehmer sollen dazu befähigt werden, Bioinformatik-Methoden im Bereich der biowissenschaftlichen Grundlagenforschung, in der Biotechnologie, Medizin und Pharmazie zu entwickeln und für Forschungsprojekte anzuwenden. Dazu wird ein biologischer Forschungsansatz entwickelt und unterstützt, der auf der parallelen Analyse von experimentell ermittelten Genom-, Transkriptions-, Proteom-, Struktur-, Funktions- und Metabolomdaten basiert. Dadurch wird eine enge Verbindung zwischen der genetischen Potenz der Zelle, der Stoffwechselwege in der Zelle und dem äußeren Erscheinungsbild des ganzen Organismus erstellt, der z. B. an einer metabolischen oder anderen Krankheit leidet. Dies wird einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung und Integration bioinformatischer Konzepte und Werkzeuge darstellen, wird völlig neue Felder der biologischen Forschung ermöglichen und die Weiterentwicklung von Computer-Methoden für Wirkstoff-Screening und Medikamenten-Design weiter vorantreiben. Hierbei werden neue Methoden für die Simulation von biochemischen Funktionen, insbesondere die Simulation metabolischer Pfade entwickelt, Transportmechanismen und metabolisch/regulatorische Netzwerke simuliert mit dem letztendlichen Ziel, ganze Zellen zu simulieren.

Da qualifizierte Wissenschaftler auf diesem Gebiet extrem selten sind, bietet CUBIC einen einjährigen Bioinformatik-Kurs, der stark vom traditionellen Universitätslehrplan abweicht. Der Kurs beinhaltet drei Ausbildungsabschnitte, einen Intensivkurs, in dem Grundlagen der Biowissenschaften, Informatik und Mathematik vermittelt werden, sowie eine sich anschließende Lehrveranstaltung, deren Ziel es ist, den Teilnehmern die selbständige Anwendung und Entwicklung von Bioinformatik-Werkzeugen zu ermöglichen. Der dritte Teil wird ein Projekt darstellen, in dem die Methoden angewandt werden. Die Durchführung erfolgt wahlweise in einer Universitätsgruppe oder in der regionalen Industrie. Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Kurse, werden die Lehrveranstaltungen in englischer Sprache abgehalten. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Diplom, Master- oder Bachelorgrad in einer Naturwissenschaft oder in Mathematik oder Informatik. Für die Dauer der Ausbildung werden für besonders qualifizierte Bewerber Stipendien angeboten.

Gabriele Rutzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.cubic.uni-koeln.de

Weitere Berichte zu: Bioinformatikzentrum CUBIC Mathematik Simulation Zelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Meilenstein in der Forschung: Enabling Innovation
06.09.2017 | Rheinische Fachhochschule Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie