Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesweit einzigartiger Informatikstudiengang an der TU Clausthal

18.09.2006
Ab dem Wintersemester 2006/2007 startet an der Technischen Universität (TU) Clausthal der deutschlandweit einzigartige Bachelorstudiengang Informatik/Wirtschaftsinformatik. Das neue Studienkonzept des jüngst akkreditierten Studiengangs ermöglicht die freie Wahl des Studienfachs innerhalb des ersten Studienjahres, ohne die Studiendauer zu verlängern.

"Ich will etwas mit Informatik studieren, weiß aber noch nicht so genau, was." - Studienanfänger, die ihrer Ausbildung erst auf den Zahn fühlen wollen, bevor sie sich für eine berufliche Spezialisierung entscheiden, können sich jetzt ein Jahr lang in der Studienpraxis über die verschiedenen Vertiefungsrichtungen ihres Fachs informieren. "Während die Studierenden die Ausbildungsmodule ihrer Informatik-Grundausbildung absolvieren, können sie in andere Lehrveranstaltungen hineinschnuppern", erläutert Professor Dr. Jörg Müller vom Institut für Informatik. "Außerdem haben sie Zeit, in Gesprächen mit Tutoren, Mitarbeitern des Instituts oder der Studienfachberatung herauszufinden, welche fachliche Ausrichtung am besten zu ihnen passt." Erst zum Ende des ersten Studienjahrs müssten die Studierenden dann so genannte Wahlpflichtblöcke belegen, mit denen sie ihre weitere Spezialisierung festlegen.

Das Clausthaler Informatikinstitut bietet den Studierenden die Studienschwerpunkte Informatik, Wirtschaftsinformatik und technische Informatik zur Spezialisierung an. In jedem Schwerpunkt können nochmals Vertiefungsrichtungen gewählt werden und je nach Spezialisierung stehen nach dem Bachelorstudium entsprechende Masterstudiengänge bereit.

Drei Schwerpunkte und fünf Vertiefungsrichtungen

Im Schwerpunkt Informatik vermittelt die Vertiefungsrichtung Human-Centered Computing (HCC) eine Ausbildung in allen Aspekten der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Computer. Erkenntnisse und Prinzipien des HCC werden immer wichtiger, wenn es um die Entwicklung von sicherer und benutzerfreundlicher Software geht. Die zweite Vertiefungsrichtung dieses Schwerpunkts, "Paralleles und Vernetztes Rechnen", befähigt die Studierenden, verteilte Computersysteme zu entwerfen, umzusetzen und zu managen.

Der Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik gliedert sich in die Vertiefungsrichtungen Business Computing, Informationssysteme in der Industrie und Operations Research. "Zusätzlich zu den Grundlagen der Betriebswirtschaft und der Wirtschaftsinformatik, die Studierende in allen drei Spezialisierungen der Wirtschaftsinformatik erlernen, nehmen beim Business Computing die Themen 'Unternehmens-IT' und 'Angewandte Informatik' eine zentrale Stellung ein", erklärt Müller. Studierende der Spezialisierung "Informationssysteme in der Industrie" hingegen erhalten fundierte Einblicke in ingenieurswissenschaftliche Problemstellungen und die technische Informatik. Und schließlich ist "Operations Research" eine Vertiefungsrichtung mit eher mathematischer Ausrichtung: Studierende lernen, für komplexe Situationen Modelle und Methoden zu entwickeln, mit denen in Firmen Entscheidungen unterstützt werden können.

Als dritten Schwerpunkt bietet das Institut für Informatik die "Technische Informatik" an. Neben mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen vermittelt diese Spezialisierung eine fundierte Ausbildung in Informatik. Müller erläutert: "Hier konzentrieren wir uns in erster Linie auf Digitaltechnik, Hardware-Entwurf, Eingebettete Systeme, Rechnernetze und Rechnerarchitekturen."

CHE: "Betreuung: spitze"

"Wir bieten hervorragende Studienbedingungen und eine ausgezeichnete individuelle Betreuung", stellt Müller heraus. "Das hat auch das renommierte Centrum für Hochschulentwicklung im CHE-Hochschulranking für 2006 bestätigt, in dem die Clausthaler Informatik in der Rubrik 'Betreuung' einen Spitzenplatz erreicht hat."

Interessenten für den neuen Bachelorstudiengang können sich noch bis zum 15. Oktober online bewerben unter: http://www.tu-clausthal.de/einschreibung

Mehr Informationen über den Studiengang erhalten Sie im Internet unter: http://www.in.tu-clausthal.de/studium/studiengaenge/bsc-informatik-wirtschaftsinformatik/

Kontakt
Prof. Dr. Jörg Müller (Wirtschaftsinformatik)
Technische Universität Clausthal
Institut für Informatik
Julius-Albert-Str. 4
38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel.: 05323 - 72 7141
Email: joerg.mueller@tu-clausthal.de
Jun.-Prof. Dr. Kai Hormann (Informatik)
Technische Universität Clausthal
Institut für Informatik
Julius-Albert-Str. 4
38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel.: 05323 - 72 7157
Email: kai.hormann@tu-clausthal.de

Andreas Moseke | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-clausthal.de

Weitere Berichte zu: Vertiefungsrichtung Wirtschaftsinformatik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften