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Vorfahrt für die Wissenschaft

01.09.2006
Max-Planck-Gesellschaft: Die High-Tech-Strategie gibt Forschung und Entwicklung einen kräftigen Schub

"Die High-Tech-Strategie der Bundesregierung stärkt Deutschland als Forschungsstandort und sichert seine wirtschaftliche Zukunft", erklärt Prof. Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft (MPG). Zufrieden zeigte sich Gruss mit der Absicht der Bundesregierung, in dieser Legislaturperiode zusätzlich sechs Milliarden Euro in Wissenschaft und Zukunftstechnologien zu investieren.

"Wir begrüßen, dass der Pakt für Forschung und Innovation und die Exzellenzinitiative wesentliche Elemente der Strategie sind", sagt Gruss. Die Max-Planck-Gesellschaft unterstützt zudem das Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse künftig effizienter in Hightech-Produkte umzusetzen. Daher freut es den Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, dass die Regierung wesentliche Ideen zum Innovationsfonds der Deutschen Forschung aufgreift, den die Max-Planck-Gesellschaft konzipiert hat.

"Die Bundesregierung fasst die einzelnen Maßnahmen, mit denen sie den Forschungsstandort Deutschland sichern will, jetzt zu einem Gesamtkonzept zusammen", sagt Gruss. Elementar seien für die MPG der Pakt für Forschung und Innovation (PFI) sowie die Exzellenzinititiative. Der PFI gebe den Wissenschaftsorganisationen Planungssicherheit, da er ihnen bis 2010 jährlich mindestens drei Prozent mehr Geld garantiert.

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Die Exzellenzinitiative verbessere die Zusammenarbeit zwischen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. "Das sind die richtigen Maßnahmen, um die deutsche Forschung im internationalen Wettbewerb zu stärken", erklärt Gruss. Die Max-Planck-Gesellschaft betrachtet es als willkommene Herausforderung, die High-Tech-Strategie umzusetzen und mit ihrer Arbeit zu unterstützen.

"Die Bundesregierung hat mit den 17 High-Tech-Sektoren zukunftsträchtige Themen identifiziert", ergänzt der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft: Forschung in diesen Sektoren unterstützt den technologischen und damit den wirtschaftlichen Fortschritt in Deutschland und Europa. Gruss sieht hier vor allem die Grundlagenforschung gefordert: "Wir in der Max-Planck-Gesellschaft forschen auf vielen dieser Felder an den Grenzen des Wissens", sagt er: "Auf vielen besonders zukunftsträchtigen Forschungsgebieten müssen wir uns noch ein grundlegendes Verständnis erarbeiten, um Innovation zu schaffen."

"Die High-Tech-Strategie trägt dazu bei, dass unsere Erkenntnisse auf Gebieten wie der Gesundheitsforschung schneller und effizienter in neue Produkte einfließen", sagt Peter Gruss. "Wir haben schon vor einiger Zeit vorgeschlagen, einen Innovationsfonds der Deutschen Forschung zu schaffen, der genau das leistet: die Erkenntnisse der Grundlagenforschung zur Anwendungsreife zu führen", sagt Gruss: "In ihrer High-Tech-Strategie hat die Bundesregierung diesen Vorschlag aufgegriffen. Das freut uns, auch wenn Detailfragen noch offen sind."

Generellen Verbesserungsbedarf sieht der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft
bei einigen rechtlichen Rahmenbedingungen, denen Wissenschaft unterliegt. Mit der High-Tech-Strategie beabsichtigt die Bundesregierung nicht nur, die Wissenschaft finanziell besser auszustatten. Vielmehr setzt sie auch ein wichtiges Signal, dass sie rechtliche Hürden abbauen will, die Forschung in innovativen Bereichen derzeit erschweren. "Hier gibt es noch viel zu tun", sagt Gruss. Als Beispiele nennt er die Grüne Gentechnik und das Urheberrecht. Zudem müsse die Bundesregierung den angekündigten Bürokratieabbau umsetzen und die Autonomie von Forschungseinrichtungen stärken.

Dr. Andreas Trepte | Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de/

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