Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Junge Talente fördern

18.08.2006
Die Jugend von heute ist die Forschergeneration von morgen. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig mit jungen kreativen Menschen in Kontakt zu kommen. Ein Weg ist das Fraunhofer-Scholarship-Programm. Vom 6. bis 19. August treffen sich dazu 50 hochbegabte, bayerische Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 16 Jahren in Pegnitz zur JuniorAkademie 2006. In vier spannenden Workshops vertiefen die Jugendlichen ihr Wissen.

Wie fördern und fordern wir Kinder, damit sie mehr Spaß an der Schule haben? Wie schaffen wir es, dass sie Naturwissenschaften – Chemie, Physik, Mathematik – mit Freude und Begeisterung entdecken? »Die Zeit ist reif für eine neue Allianz der Besten in Deutschland«, sagt Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft .

»In einem Land ohne Rohstoffe ist der Forschergeist unserer Kinder das beste Kapital.« In der Fraunhofer-JuniorAkademie erleben junge Talente 14 Tage lang die Faszination der Wissenschaft hautnah und können ihre Fähigkeiten auf spielerische Weise testen. Ein wichtiges Ziel dabei ist, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und verschiedene Wissens- und Erfahrungsbereiche miteinander zu verknüpfen. »Für die immer komplexeren Herausforderungen unserer Welt brauchen wir Menschen, die mit hoher Kompetenz, wacher Intelligenz und sozialer Verantwortung zu denken und zu arbeiten gelernt haben«, weiß Dr. Birgit Geiselbrechtinger, die bereits zum zweiten Mal die JuniorAkademie leitet.

»Der Wissensdurst bei besonders begabten Jugendlichen ist hoch und kann allein durch den regulären Schulunterricht nicht gestillt werden.« Die Fraunhofer-Gesellschaft hat dem jugendlichen Forschernachwuchs in Pegnitz auch in diesem Jahr wieder ein spannendes Programm zusammengestellt.

... mehr zu:
»Talent

»Von der Schöpfungsgeschichte zur Astrophysik – Zäsuren in Wissenschaftsentwicklung und ihre Auswirkungen auf die Ethik« lautet etwa das Thema eines Kurses. Die Teilnehmer untersuchen die Wissenschaftsgeschichte der europäischen Kultur, betrachten die Entdeckungen der Natur- und Geisteswissenschaften und deren Auswirkungen auf die Wertenorm. In einem weiteren Workshop geht es um die Wirkung von Musik auf die Gehirnstruktur.

Zahlreiche Studien belegen, dass besonders das Erlernen eines Tasteninstruments im Kindesalter sich positiv auf das Gehirn auswirkt. Im Kurs »Mentale Lerntechniken beim Instrumentenspiel und neurophysiologische Grundlagen« gehen die Jugendlichen diesen Zusammenhängen nach. Bei »Donnerwetter – Einführung in die Meteorologie und Geophysik« beschäftigen sich die Teilnehmer mit dem Wetter und seinen Phänomenen. Für ihre Beobachtungen nutzen sie auch das Observatorium des Schülerheims am Gymnasium Pegnitz. Unter dem Stichwort »Archäologie – Suche nach unseren Wurzeln« greifen die Teilnehmer auch selbst zu Schaufel und Pickel.

Zwei kurs-übergreifende Workshops runden das Angebot der JuniorAkademie ab: Bei »Tanz – Take Time – A Dancework in Progress« erarbeiten die talentierten Jungen und Mädchen eine Choreografie und zeigen sie beim großen Abschlussfest. Im Workshop Chor und Orchester werden die Schülerinnen und Schüler die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart einstudieren und aufführen. Höhepunkt des Programms ist eine Exkursion zum Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen. Dort beschäftigen sich die jungen Forscher zusammen mit Fraunhofer-Wissenschaftlern wahlweise mit: »Soundrecording und Sounddesign«, »Bau eines Audioverstärkers«, »Embedded Computer« oder »Kryptographie«.

Alle Absolventen der JuniorAkademie können sich im nächsten Jahr um einen Platz an der Fraunhofer-Talent-School bewerben, dem zweiten Baustein im Fraunhofer-Scholarship-Programm.

Anfragen in der Zeit vom 6. bis 19. August 2006:
Mobil: 01 72 / 9 15 33 63

Dr. rer. nat. Birgit Geiselbrech | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/jobs/students/juniorakademie.jsp

Weitere Berichte zu: Talent

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie