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EICT: Innovationszentrum für Informations- und Kommunikationstechnologie in Berlin gegründet

03.07.2006
Public-Private-Partnership: Fünf Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft - Langfristiges Engagement für die europäische Informations- und Kommunikationstechnologie - Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit durch Verzahnung von F&E-Aktivitäten - Standort des Innovationszentrums ist Berlin.
Die Deutsche Telekom AG (DTAG), die Siemens AG (Siemens), die Daimler-Chrysler AG (DCAG), die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. (FhG) und die Technische Universität Berlin (TUB) haben heute das Public-Private-Partnership „European Center for Information and Communication Technologies“ (EICT) ins Leben gerufen. Im EICT werden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der fünf Gründungspartner in Kooperationsfeldern der Informations- und Kommunikationstechnologie gebündelt und in Projekten umgesetzt.

Mit der Gründung des EICT verfolgen alle Partner das Ziel, ihre Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (I&K) nachhaltig zu stärken. Über die enge Zusammenarbeit zwischen den Partnern aus Industrie, Forschung und Wissenschaft soll das EICT den Innovationstransfer verbessern und die Umsetzung von Innovationen in marktfähige Produkte beschleunigen. Zudem erweitern die Partner aus der Wissenschaft ihre Forschungskompetenz und können jungen Wissenschaftlern praxisnahe Arbeitsplätze bieten - in einer dynamischen Industrie, die den Wachstumsmotor der europäischen Wirtschaft bildet und auch weltweit eine entscheidende Rolle für das Wirtschaftswachstum spielt.

„Angesichts der anhaltenden Führungsrolle der USA in der Informations- und Kommunikationstechnologie und des zunehmenden Wettbewerbs aus dem asiatischen Raum müssen wir unsere F&E-Kompetenzen bündeln und eine europäische Plattform aufbauen,“ beschreibt Christopher Schläffer, Corporate Development Officer, Deutsche Telekom AG, die Bedeutung und Aufgabe des EICT. „Die Deutsche Telekom sieht im EICT eine große Chance, gemeinsam mit starken Partnern die europäische Wettbewerbsposition im I&K-Markt zu stärken.“

Die Partner des EICT haben sieben Kooperationsfelder definiert, die den Rahmen für gemeinsame Anwendungs- und Forschungsprojekte zu I&K Schlüsseltechnologien bilden. „Ich bin überzeugt, dass es uns gerade durch die Kooperation mit den anderen EICT-Partnern gelingen wird, wichtige Schlüsselthemen des I&K-Marktes effektiv und inspirierend zu definieren. Das EICT wird hierzu best-in-class Produkte, Lösungen und Services entwickeln und sie optimal in die Öffentlichkeit transportieren,“ so Thorsten Heins, CTO und Mitglied des Bereichsvorstandes Communications der Siemens AG, zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des EICT innerhalb der folgenden Kooperationsfelder:

  • Multimediale und multimodale Kommunikation
  • Dienste und Plattformen
  • Sicherheit
  • Ambient Intelligence
  • Machine-to-machine Kommunikation
  • Terabit Netze
  • Zugangstechnologien

Die Partner des EICT haben ihre Projektaktivitäten zunächst zu drei Themen aufgenommen. Diese sind Dienste und Anwendungen für eine älter werdende Gesellschaft, hochleistungsfähige Übertragungstechnologien sowie Sensornetzwerke mit Anwendungen für Fahrzeuge und mobile Nutzer. Mit dem Gründungspartner Daimler Chrysler verfügt das EICT hier über den notwendigen Bezug zur Anwendung und Praxis für Fahrzeug- und Telematikanwendungen. „Wir sehen im EICT eine leistungsfähige Arbeitsgemeinschaft, die neue Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnologie schafft. Unser Interesse gilt dabei natürlich vorrangig Lösungen und Systemen für die Fahrzeuge der Zukunft,“ so Dr. Ralf Herrtwich, Director Vehicle IT and Services Research bei der Daimler Chrysler AG.

Die Projekte werden entlang der Wertschöpfungskette im I&K-Sektor von der Forschung über die Produktentwicklung bis zur Markteinführung initiiert und koordiniert. „Wir sind sicher, dass wir durch die enge Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen im EICT relevante Themen noch früher identifizieren, Innovationszyklen verkürzen und Ergebnisse aus der Grundlagenforschung schneller zur Anwendung bringen können“, so Prof. Dr. Stefan Jähnichen, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik. Die operative Steuerung der Innovationsprojekte des EICT übernimmt dabei die EICT GmbH, die zu diesem Zweck gegründet worden ist. Sie wird sowohl neue Projekte entlang der strategisch festgelegten Kooperationsfelder initiieren als auch das Projektmanagement der übergreifenden Partnerprojekte übernehmen. Im Sinne eines nachhaltigen Engagements wurden in den Aufsichtsrat der EICT GmbH die genannten Vertreter der fünf Gründungspartner entsandt.

Es wird angestrebt, dass sich neben den fünf Gründungspartnern weitere Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft dem EICT anschließen. Auf der Basis eines Partnerschaftmodells ist das EICT offen für die Zusammenarbeit im Rahmen der Kooperationsfelder des Forschungsprogramms.

Mit dem TEL-Hochhaus auf dem Campus der TU Berlin wurde ein attraktiver Standort für das EICT-Innovationszentrum gefunden. „Die TU Berlin bietet mit ihrer leistungsstarken Fakultät für Elektrotechnik und Informatik und ihrer exzellenten nationalen und internationalen Vernetzung mit zahlreichen namhaften Wissenschafts- und Forschungsinstitutionen ideale Voraussetzungen für ein erfolgreiches EICT. Zudem hat sich der Campus der TU Berlin in den letzten Jahren, als zentraler Ort der Kooperation von Wissenschaft, Forschung und Industrie, schon in mehreren anderen Feldern zu einem wirkungsvollen Innovationsinkubator entwickelt“, so Prof. Dr. Kurt Kutzler, Präsident der Technischen Universität Berlin. Berlin verfügt über die am dichtesten besiedelte Forschungslandschaft in Deutschland und die direkte Nähe zu den universitären Einrichtungen und ortsansässigen Forschungsinstitutionen erleichtert den Austausch.

Marion Horn | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de
http://www.eict.de

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