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Annette Schavan: "Forschung schnell in gute Produkte umsetzen"

23.06.2006
Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft konstituiert sich in Berlin

Um den Standort Deutschland weiter zu stärken, setzt Bundesforschungsministerin Annette Schavan auf eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. "Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, werden wir in Deutschland auch künftig in den zukunftsfähigen Technologiebereichen weltweit Spitzenpositionen belegen", sagte Schavan am Freitag anlässlich des ersten Treffens der Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft. "Wir haben in Deutschland eine exzellente Grundlagenforschung. Wir müssen jetzt alles daran setzen, damit wir diese Forschung schnell und effektiv in gute Produkte umsetzen."

Die Ministerin hat führende Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft zur konstituierenden Sitzung des neuen Beraterkreises in ihr Ministerium eingeladen. "Die Forschungsunion ist auch Teil einer neuen Kultur strategischer Kooperationen", sagte Schavan. Vorsitzende der Forschungsunion sind Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, und Dr. Arend Oetker, Unternehmer und Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. "Wir wollen Deutschland zu einem Vorreiter im globalen Wettbewerb um neue Technologien machen", sagte Schavan. "Die Gründung der Forschungsunion ist ein wichtiges Signal für den Innovationsstandort Deutschland. Wissenschaft, Wirtschaft und Politik werden hier die besten Umsetzungsstrategien entwickeln." Die Forschungsunion ergänzt den "Rat für Innovation und Wachstum" - ein Beratergremium der Bundeskanzlerin unter Leitung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG, Heinrich von Pierer.

Die Mitglieder der Forschungsunion werden sich vor allem auf die Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung konzentrieren. Diese Strategie hat eine besseren Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis zum Ziel. Sie wird ressortübergreifende Initiativen zur Innovationspolitik beinhalten. Kernpunkt wird die Frage sein, wie sich Wissenschaft und Wirtschaft besser verzahnen lassen. Die Strategie wird im Juli im Bundeskabinett beraten und danach von Annette Schavan der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Der Forschungsunion gehören neben Bullinger und Oetker folgende Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft an:

- Willi Berchtold, Präsident des Branchenverbandes BITKOM
- Prof. Dr. Utz Claassen, Vortandsvorsitzender der EnBW AG
- Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie
- Prof. Dr. Dietmar Harhoff, Technische Universität München, Institut für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship
- Dr. Dieter Kurz, Vorsitzender des BDI-Ausschusses für Forschungs- und Technologiepolitik
- Karl-Heinz Lust, Geschäftsführender Gesellschafter der Lust Antriebstechnik GmbH und Vorstandsmitglied des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie
- Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft
- Prof. Dr. Helga Rübsamen-Waigmann, Professorin für Biochemie und Virologie an der Universität Frankfurt am Main und Leiterin der Antiinfektiva-Forschung der Bayer AG
- Prof. Dr. Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
- Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Geschäftsführer des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz

- Manfred Wittenstein, Vorstandsvorsitzender der Wittenstein AG

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