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Wissenschaft verständlicher gemacht - Comics vereinfachen die Kommunikation unter Wissenschaftlern

21.06.2006
Dem babylonischen Sprachgewirr der Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen kann abgeholfen werden. Mit Hilfe von Comics können auch komplexe, schwer verständliche Sachverhalte oder Methoden auf einfachste Weise dargestellt werden.

Forscher aus dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim nutzen nun diesen Weg der Kommunikation. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Addiction Biology haben die Autoren Carles Sanchis-Segura und Rainer Spanagel erstmals Comics in einem Übersichtsartikel publiziert.


Der Alkoholdeprivationseffekt dient in der Alkoholforschung zur Messung von einem Rückfallverhalten. Freiwillig Alkoholtrinkenden Mäusen wird einige Tage lang der Alkohol entzogen (Deprivation). Anschließend wird wieder Alkohol angeboten und die Tiere trinken jetzt deutlich mehr Alkohol als zuvor, meist bis zur Intoxikation (Alkoholdeprivationseffekt=Rückfall). Comic: Walter Hollstein

Bisher wurden noch nie professionelle farbige Comics in einer wissenschaftlichen peer-reviewed Zeitschrift zur Illustration einer Methode verwendet. Die Autoren hoffen darauf, dass mit der Comicssprache die interdisziplinären Kommunikationsbarrieren abgebaut werden, dass Lehrbücher in der Schule und im Studium vereinfacht werden, und dass komplexe wissenschaftliche Sachverhalte auch einer breiten Öffentlichkeit leichter zugänglich gemacht werden können.

Die zunehmende Spezialisierung in der Wissenschaft führt dazu, dass viele wissenschaftliche Disziplinen ihre eigene hoch spezialisierte Sprache entwickelt haben. Insbesondere wird in der biomedizinische Forschung die interdisziplinäre Kommunikation immer anspruchsvoller; ganz zu schweigen von dem Problem, neue biomedizinische Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Autoren Sanchis-Segura und Spanagel hatten die Idee, professionelle Comics zu verwenden, um in der einfachsten Weise komplizierte Verhaltensmethoden und Paradigmen im Suchtforschungsbereich zu illustrieren.
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Der bekannte Comicszeichner - Walter Hollenstein aus der Schweiz - hat dies in hervorragender Weise umgesetzt.

Die Comics sind unter http://www.zi-mannheim.de/psychopharmakologie.html abrufbar.

Kontakt
Dr. med. Marina Martini, M. Sc.
Leitung Referat Öffentlichkeitsarbeit
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
J 5, 68159 Mannheim
Fon: 0621/1703-1301
Fax: 0621/1703-1305
E-Mail: marina.martini@zi-mannheim.de

Dr. med. Marina Martini | idw
Weitere Informationen:
http://www.zi-mannheim.de
http://www.zi-mannheim.de/psychopharmakologie.html

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