Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Meister-BAföG" heute abschließend im Bundestag

15.11.2001


Qualifizierungsoffensive und Mittelstandsförderung sind zentrale Ziele

Der Deutsche Bundestag befasst sich heute in 2. und 3. Lesung mit dem "Meister-BAföG", dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz. Das neue Meister-BAföG soll zum 1. Januar des kommenden Jahres in Kraft treten.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Wolf-Michael Catenhusen, erklärte dazu: "Diese Reform ist familienfreundlich und sozial. Sie ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Qualifizierung, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Mittelstandsförderung und zur Gründung neuer Unternehmen. Damit schaffen wir neue Arbeits- und Ausbildungsplätze - vor allem in kleineren und mittleren Unternehmen. Hochmotivierte und fortbildungswillige Fachkräfte erhalten in diesem Lande endlich die Unterstützung, die sie brauchen und verdienen."

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Siegmar Moosdorf, betonte: "Die Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes ist ein Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftstandorts Deutschlands. Sie berücksichtigt den Umstand, dass wir mehr Fach- und Führungskräfte sowie Personen brauchen, die den Weg in die Selbständigkeit wagen. Diesen Schritt wollen wir mit der Reform erleichtern und unterstützen, damit die "Kultur der Selbständigkeit" in Deutschland weiter Einzug hält."

Durch das neue Gesetz werden eine Reihe von Verbesserungen in das Meister-BAföG eingeführt: der Kreis der Geförderten und der Anwendungsbereich der Förderung wird ausgeweitet durch die Einbeziehung weiterer Fortbildungen vor allem in den Gesundheits- und Pflegeberufen, an staatlich anerkannten Ergänzungsschulen, von Zweitfortbildungen und mediengestützten Fortbildungen, die Leistungen für alle Teilnehmer an Aufstiegsfortbildungen werden erheblich verbessert durch Einbeziehung der Kosten des Prüfungsstücks, Reduzierung der Darlehensbelastung durch einen Zuschuss i.H.v. 35% zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und höhere Unterhaltsbeiträge bei Vollzeitmaßnahmen - z. T. bereits durch die BAföG-Reform seit dem 01.04.01, die Familienkomponente wird gestärkt durch höhere Unterhaltsbeiträge für Familien mit Kindern, höhere Kinderbetreuungszuschüsse für Alleinerziehende sowie erleichterte Stundungs- und Erlassmöglichkeiten für geringverdienende Darlehensnehmer mit Kindern, eine größere Teilhabe von ausländischen Fachkräften wird erreicht durch Verkürzung der notwendigen Erwerbstätigkeit von 5 auf 3 Jahre und das Verwaltungsverfahren erheblich vereinfacht durch längere Bewilligungszeiträume, Reduzierung des Beantragungs- und Bewilligungsaufwands, einstufiges Verfahren der Darlehensgewährung und die Anwendung der allgemeinen Verfahrensgrundsätze des Sozialgesetzbuchs.

"Die AFBG-Reform ist ein wichtiger Beitrag zur Realisierung der Gleichwertigkeit in allgemeiner und beruflicher Bildung: Wir möchten jedem einzelnen Menschen in diesem Lande unabhängig von seinen wirtschaftlichen Verhältnissen die Chance auf die bestmögliche berufliche Qualifikation eröffnen", sagte Catenhusen. Und Siegmar Mosdorf hob hervor "Die Existenzgründungskomponenten des Gesetzes wird so ausgestaltet, dass sie auch tatsächlich die gewünschten Impulse für mehr Betriebsgründungen und -übernahmen sowie mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze geben können."

So wird z. B. der mögliche Darlehensteilerlass von 50% auf 75% der Darlehenssumme erhöht. Die Gründungs- und Einstellungsfristen für den Darlehensteilerlass werden auf nunmehr 3 Jahr bzw. 2 Jahre verlängert. Auch geringfügige Beschäftigung wird nun beim Darlehensteilerlass anerkannt sowie unter bestimmten Voraussetzungen auch vorgezogene Existenzgründungen berücksichtigt. Durch einen deutlich höheren Vermögensfreibetrag von jetzt 70.000 DM wird das zur Existenzgründung angesparte Vermögen anrechnungsfrei gestellt, d. h. für Gründungsinvestitionen geschont. Die Kosten des Meisterstücks oder vergleichbarer Prüfungsarbeiten werden künftig als Darlehen bis maximal 3.000 DM in die Förderung einbezogen.

Bereits im kommenden Jahr werden Bund und Länder rund 90 Millionen Mark (46 Millionen Euro) zusätzlich für das "Meister-BAföG" bereitstellen und damit den Mitteleinsatz in etwa verdoppeln. Die Finanzierung der Novelle mit einem Bundesanteil von 330 Millionen Mark bis 2005 wird vom BMBF mit 2/3 (66%) und vom BMWi mit 1/3 (34%) getragen. Damit wird die Förderung des Fachkräftenachwuchses und von angehenden Existenzgründern auf eine neue Basis gestellt.

Pressereferat (LS 13) | BMBF-Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Darlehensteilerlass Existenzgründung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Sechs Bundesländer erproben Online-Schultests der Uni Jena
24.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie