Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Netzwerkarbeit verstärken: BIBB schließt Kooperationsvertrag mit Handwerkskammer Rheinhessen und Zukunftszentrum Tirol

19.05.2006


Die Kompetenzen und Qualifikationen, die Beschäftigte bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten einsetzen, basieren nur noch zum Teil auf den Erfahrungen, die im formalen Bildungswesen (z. B. in Schule oder Hochschule) erworben wurden. In einer modernen Arbeitswelt gewinnt das informelle Lernen, das "nebenher", z. B. am Arbeitsplatz erworbene Wissen und Können zunehmend an Bedeutung. Um die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Kompetenz- und Qualifikationserwerb weiter zu verstärken, hat das Bonner Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit der Handwerkskammer Rheinhessen in Mainz und dem Zukunftszentrum Tirol (Österreich) einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Ziel der Partnerschaft ist es, Konzepte zu entwickeln, die es sowohl dem Einzelnen als auch den Betrieben ermöglichen, die fachlichen, personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen systematisch zu identifizieren, um sich so besser auf die zukünftigen Anforderungen einer sich schnell verändernden Arbeitswelt einstellen zu können.



Für Prof. Dr. Reinhold Weiß, stellvertretender Präsident des BIBB, verdeutlicht die Kooperation beispielhaft, wie wichtig es ist, sich an der europaweiten Diskussion über die Anerkennung von Kompetenzen und Qualifikationen zu beteiligen. "Gleichzeitig muss aber auch die Forschung in diesem Bereich vorangetrieben und eine Klammer zur praktischen Arbeit vor Ort in den Betrieben hergestellt werden. Das Bundesinstitut sieht hierin eine wichtige Aufgabe, die mit dieser Kooperationsvereinbarung verstärkt wird."



"Mit dem BIBB haben die Handwerkskammer Rheinhessen und wir einen starken Partner bekommen, um eines der zentralen Themen zur Zukunft der Arbeit in einer breiten Öffentlichkeit zu positionieren", so Bertram Wolf, Leiter des Zukunftszentrums Tirol. "Europas Ressource sind die Menschen und ihre Kompetenzen. Rund 70 Prozent von dem, was wir können, steht in keinem Zertifikat oder Zeugnis. Diese Kompetenzen sichtbar zu machen und zugunsten der einzelnen Personen und der Volkswirtschaft zu nutzen, ist der Kern der inhaltlichen Zusammenarbeit und der Partnerschaft."

Elisabeth Portz-Schmitt, Projektleiterin bei der Handwerkskammer Rheinhessen erklärte: "Wir freuen uns, dass die gute inhaltliche Zusammenarbeit jetzt auch in eine entsprechende Form gegossen wird. Die Handwerkskammer Rheinhessen ist stolz darauf, dass ihre Arbeit für die Verbesserung der Ausbildung im Handwerk auf Interesse stößt. Eine Resonanz, die sogar über die Landesgrenzen hinaus geht."

Das von der Handwerkskammer Rheinhessen durchgeführte Entwicklungsvorhaben "Kompetenzen für die eigenständige und flexible Gestaltung der Berufslaufbahn" ist Bestandteil des vom BIBB betreuten Entwicklungsprogramms "Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung". Dieses Programm umfasst 28 Einzelvorhaben und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die fachliche Zusammenarbeit wurde nun auf das Projekt "Kompetenzwerkstatt" des Zukunftszentrums Tirol erweitert.

Weitere Informationen im Internet über nachfolgend aufgeführten Link.

Inhaltliche Auskünfte im BIBB erteilt:

Gisela Westhoff, Tel.: 0228 / 107-1509, Fax: 0228 / 107-2995, westhoff@bibb.de

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://www.bibb.de/de/4929.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Regensburger Forscher entwickeln weltweit einzigartiges Online-Mentoring-System
10.01.2018 | Universität Regensburg

nachricht Neues Virtual Reality-Labs für Medizinstudierende: Lernen mit Cyber-Herz und virtuellem Darm
10.01.2018 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - März 2018

17.01.2018 | Veranstaltungen

2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!

16.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Polymere aus Bor produzieren

18.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Humane Sachbearbeitung mit Künstlicher Intelligenz

18.01.2018 | Informationstechnologie

Modularer Genverstärker fördert Leukämien und steuert Wirksamkeit von Chemotherapie

18.01.2018 | Biowissenschaften Chemie