Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Exzellente Wissenschaft braucht exzellentes Management

04.04.2006


Bundesweit einmaliges Fortbildungsprogramm für Top-Wissenschaftler



Junge Wissenschaftler stehen am Anfang ihrer Karriere vor vielfältigen Herausforderungen. Sie liefern nicht nur exzellente Forschungsergebnisse, sondern müssen zusätzlich Managementaufgaben wie Mitarbeiterführung oder Marketing übernehmen. Das Junior- Professional-Management-Programm (JPM) bereitet in diesem Jahr erstmals zwölf herausragende Nachwuchswissenschaftler auf diese Herausforderungen vor. Entwickelt wurde das Programm von Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Metropolregion Rhein-Neckar. Die BASF Aktiengesellschaft ermöglicht durch ihr Sponsoring die Umsetzung des Programms. In der bundesweit einmaligen Fortbildung lernen die Forscher alle Aspekte des Wissenschaftsmanagements kennen. So werden sie optimal darauf vorbereitet, später Führungspositionen wie zum Beispiel die Leitung eines Instituts oder einer Forschungsabteilung zu übernehmen.



"Forschung ist zunehmend interaktiv und vernetzt", erläutert Dr. Josef Puchta, Vorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg. "Die Bearbeitung von Forschungsprojekten beziehungsweise die Leitung einer Abteilung erfordert deshalb sowohl exzellente Wissenschaftler als auch den methodenerprobten Manager." Diese Kenntnisse vermittelt das JPM in fünf mehrtägigen Modulen, die Fragen wie Karriereplanung, Selbstorganisation, Mitarbeiterführung oder den Aufbau eines internationalen Netzwerkes aufgreifen (detaillierte Inhalte siehe beigefügter Flyer).

Während des gesamten Programms steht den Teilnehmern außerdem ein Mentor zur Seite. Diese Senior Experts rekrutieren sich aus den Leitungsebenen von Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Durch regelmäßige Gespräche können Mentor und Mentee ihre Erfahrungen austauschen und der Mentee eine Vorstellung von den Anforderungen gewinnen, die an eine Führungskraft gestellt werden.

Mit zwölf ausgewählten Nachwuchsforschern aus den Natur-, Geistes-, Sozial- und Ingenieurwissenschaften ist der Teilnehmerkreis relativ klein gehalten. Die Organisatoren versprechen sich davon einen hohen Lerneffekt. "Das deutsche Forschungssystem kann weltweit nur dann Spitze sein, wenn die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch mit den Herausforderungen eines internationalen Wissenschaftsmanagements umgehen können", so Prof. Dr. Jürgen Blum, im Zentrum für Wissenschaftsmanagement für das JPM verantwortlich.

Das JPM wurde vom Zentrum für Wissenschaftsmanagement Speyer e. V. gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg, der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer und der Universität Heidelberg konzipiert. Die Universität Heidelberg unterstützt das Projekt als Teil ihres Zukunftskonzepts, mit dem sie sich um den Titel einer Eliteuniversität im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern bewirbt. Die BASF Aktiengesellschaft übernimmt als Sponsor des Programms die Hälfte der jeweils anfallenden Teilnehmergebühren. "Wir wollen die Wissensregion Rhein-Neckar stärken", erklärt Prof. Dr. Dieter Jahn, Leiter Hochschulbeziehungen der BASF Aktiengesellschaft, "mit dem Programm möchten wir einen Beitrag zur Exzellenzbildung und zur stärkeren Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft leisten."

Das JPM startet im April. Für das Mentorenprogramm konnten folgende Experten gewonnen werden:

* Hermann Doppler, DaimlerChrysler AG, Werksleitung Mannheim
* Prof. Dr. Peter Hommelhoff, Rektor der Universität Heidelberg
* Prof. Dr. Dietmar von Hoyningen-Huene, Rektor der Fachhochschule Mannheim
* Prof. Dr. Stefan Kronenberger, Vizepräsident der Fachhochschule Ludwigshafen
* Dr. Alexander Kurz, kaufmännischer Geschäftsführer der Gesellschaft für Schwerionenforschung, Darmstadt
* Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert, Vizepräsident der Universität Koblenz-Landau
* Dr. Stefan Marcinowski, Vorstand der BASF Aktiengesellschaft & Sprecher der Forschung
* Dr. Josef Puchta, Administrativ-kaufmännischer Vorstand, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg
* Dr. Albert Pürzer, Mitglied der Unternehmensleitung Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft, Weinheim
* Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender MLP AG, Wiesloch
* Dr. Jürgen Schwiezer, Vorsitzender der Geschäftsführung, Roche Diagnostics, Mannheim
* Prof. Dr. Hanns Seidler, Kanzler der TU Darmstadt

Pressekontakt:
Dr. Wolfram Schüßler
Geschäftsführer
Zentrum für Wissenschaftsmanagement Speyer e.V.
Freiherr-vom-Stein-Straße 2
67346 Speyer
Tel.: 06232 / 654 390; Fax: 06232 / 654 259
E-Mail: schuessler@zwm-speyer.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de
http://www.akademie-fuer-weiterbildung.de
http://www.zwm-speyer.de

Weitere Berichte zu: BASF JPM Krebsforschungszentrum Wissenschaftsmanagement

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie